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Im Frühjahr soll mit den Bauarbeiten begonnen werden
Neues Dorfzentrum für Baltschieder

 

Baltschieder / Vier Jahre nach der Unwetterkatastrophe sind die Wiederaufbauarbeiten in Baltschieder praktisch abgeschlossen. Noch fehlt die Umgestaltung des Dorfzentrums. Dieses Projekt soll im Frühjahr an die Hand genommen werden.

Von Walter Bellwald

Erst vor einem Jahr hat sich die Baltschieder Bevölkerung gegen das geplante Bauvorhaben des neuen Dorfzentrums ausgesprochen. Der Grund: Das Projekt sei überdimensioniert und zu kostspielig. Infolgedessen wurde eine neue Kommission ins Leben gerufen, die zusammen mit einer Fachjury ein neues Projekt auf die Beine stellte.

Projektwettbewerb
Die Kommission unter dem Co-Präsidium von Markus Nellen und Beat Schmidt schrieb daraufhin einen zweiteiligen Projektwettbewerb um die Neugestaltung des Dorfzentrums aus. In einer ersten Phase wurden 56 Vorschläge und Ideen eingereicht, von denen die besten fünf in die engere Auswahl kamen. Diese wiederum wurden angehalten, ein ausgereiftes Projekt auszuarbeiten. Um die Bewertung der einzelnen Eingaben besser vornehmen zu können, wurde eine Fachjury mit dem renommierten Architekten Rudolf Rasch, der auch Expo-Baudirektor war, beigezogen. „Wir haben uns die Aufgabe nicht leicht gemacht“, bestätigt Markus Nellen. „Alle Projekte wurden nach verschiedenen Kriterien geprüft und genau analysiert.“

Verschiedene Objekte
Das Rennen um die Gestaltung des neuen Dorfzentrums machte schliesslich das Projekt von Daniel Furrer, Petra Stump und Marion Zahnd, einer Architekten-GmbH aus Lausanne. „Auf Grund der beschränkten Grösse des Dorfplatzes wurde das Projekt in zwei Objekte aufgeteilt“, erklärt Nellen. Ein neues Gebäude im Dorfzentrum soll die Gemeindelokalitäten beherbergen und der Dorfplatz zu einer Art Begegnungsstätte werden. Auch eine Mehrzweckhalle direkt beim Sportplatz ist geplant. Das Projekt wurde der Urversammlung im Juni präsentiert. „Der Grossteil der Anwesenden hat eine positive Vormeinung geäussert“, so Nellen. Bis zum definitiven Urversammlungs-Entscheid im Dezember sollen auch die effektiven Kosten des Projekts aufgelistet werden. Die Glückskette beteiligt sich mit 2,9 Millionen Franken an den Baukosten. Dieser Anteil wird zur Verfügung gestellt, um ein Dorfzentrum zu erstellen, welches der gesamten Bevölkerung, den Vereinen, der Kultur und der Entwicklung von Baltschieder helfen soll.

Baubeginn im Frühjahr
Auch die Gemeindepräsidentin Renata Imseng unterstützt das Vorhaben. „Es ist wichtig, dass das Projekt von der Bevölkerung getragen wird. Diesbezüglich sind wir auf gutem Weg.“ Doch die Zeit drängt. Die Glückskette will bis Ende 2005 die Unwetterschäden im Wallis abgerechnet haben. „Bis dahin müssen wir die Gemeindelokalitäten und die Gestaltung des Dorfplatzes realisiert haben“, ist sich Nellen bewusst. Darum soll im Frühjahr mit den Bauarbeiten begonnen werden. Je nach Kostenaufwand will man später darüber entschieden, ob und in welchem Rahmen das Mehrzweckgebäude gebaut werden soll. „Es ist durchaus möglich, dass wir die Mehrzweckhalle in verschiedenen Etappen realisieren. Das wird die Zukunft zeigen.“

Imseng tritt zurück
Auf den vierten Jahrestag der Unwetterkatastrophe vom Herbst 2000 will sich Baltschieder in einer kleinen, bescheidenen Feier an das Unglück erinnern. Dabei wird auch das neue Gemeindebanner eingeweiht. „Damit wollen wir gegen aussen hin ein Zeichen des Aufbruchs manifestieren“, erklärt die Gemeindepräsidentin. Nach vier Jahren sei mit Ausnahme des Dorfzentrums der Wiederaufbau abgeschlossen, stellt Imseng mit Genugtuung fest. „Die Zusammenarbeit mit der Glückskette und den kantonalen Instanzen verlief reibungslos. Das ist sehr zufriedenstellend.“ Ungeachtet der Pläne um das neue Dorfzentrum will Renata Imseng nicht mehr für das Amt der Gemeindepräsidentin kandidieren. „Acht Jahre sind genug“, so Imseng.

 

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