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Agarn / Susten / Nach langem Hin und Her
soll der Meretschibach zwischen Agarn und Susten endlich sicher gemacht
werden. Nächsten Montag wird mit den Bauarbeiten begonnen. Wir
sind sehr froh, dass es endlich losgeht, meint der zuständige
Gemeinderat Bernhard Mathieu gegenüber der RZ.
Von Ruth Seeholzer
RZ-LeserInnen wissen: Seit einigen Jahren läuft das Projekt Verbauung
Meretschibach. Die Idee dazu hatte nicht irgendein Staatsangestellter,
der ein paar übrige Millionen loswerden wollte oder ein naturverbundener
Gemeinderat. Nein, ganz aktuellen Anlass zum Überdenken des Agarner
Schutzkonzeptes gaben die zwei Murgänge anlässlich des grossen
Unwetters im Oktober 2000. Während der Sustner Ortsteil Briannen
mit gewaltigen Geröllmassen überschwemmt wurde, kam das Dorf
Agarn nochmals mit einem blauen Auge davon. Danach jedoch war allen Beteiligten
klar, dass etwas passieren musste. Und zwar schnell. Dass es nun doch
fast vier Jahre gedauert hat, bedauert auch Gemeindepräsident Edi
Kuonen: Ich bin froh, dass es zu einem Ende kommt. Es war wirklich
eine Zangengeburt.
Im Sommer 2005 fertig
Der zuständige Gemeinderat Bernhard Mathieu ist sich bewusst,
dass das Prozedere bis zum Baubeginn eigentlich viel zu lange gedauert
hat. Und er gibt unumwunden zu: Für unsere Gemeinde ist diese
Verbauung ein grosser Brocken. Niemand von ihnen hätte Erfahrung
in solchen Dingen. Mathieu bedauert einerseits, dass die Gemeinde nicht
mehr Unterstützung bei der Logistik bekommen hat, will aber andererseits
nicht auf Vergangenem herumreiten. Wichtig für
Agarn ist, dass der Meretschibach, der wiederholt seine Gefährlichkeit
gezeigt hat, nun sicherer gemacht wird. In einem ersten Schritt
wird der Baumbewuchs auf dem bestehenden Damm gerodet. Zwei Wochen später
sollen bereits die Bagger auffahren, um im alten Jahr noch einen möglichst
grossen Teil der geplanten Dammaufschüttungen und neuen Dämme
zu erstellen. Wir rechnen damit, dass das Bauwerk im nächsten
Sommer beendet ist, so Bernhard Mathieu.
Von Wildbächen eingerahmt
Das Dorf Agarn, auf einem Schuttkegel erbaut, wird zu beiden Seiten
von einem Wildbach eingerahmt. Im Westen durch eben den Meretschibach,
im Osten durch den Emsbach. Auch dieser Grenzbach zu Turtmann soll in
Bälde sicherer gemacht werden. Die Projektar-beiten gehen gut
voran, so Mathieu. Und fügt bestimmt hinzu: Inzwischen
haben wir einiges gelernt.
Ihre
Meinung interessiert uns!
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