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Am 8. November ist erster Spatenstich für die Verbauung des Meretschibaches zwischen Agarn und Susten
Agarner Wildbach wird gezähmt

 

Agarn / Susten / Nach langem Hin und Her soll der Meretschibach zwischen Agarn und Susten endlich sicher gemacht werden. Nächsten Montag wird mit den Bauarbeiten begonnen. „Wir sind sehr froh, dass es endlich losgeht“, meint der zuständige Gemeinderat Bernhard Mathieu gegenüber der RZ.

Von Ruth Seeholzer

RZ-LeserInnen wissen: Seit einigen Jahren läuft das Projekt „Verbauung Meretschibach“. Die Idee dazu hatte nicht irgendein Staatsangestellter, der ein paar übrige Millionen loswerden wollte oder ein naturverbundener Gemeinderat. Nein, ganz aktuellen Anlass zum Überdenken des Agarner Schutzkonzeptes gaben die zwei Murgänge anlässlich des grossen Unwetters im Oktober 2000. Während der Sustner Ortsteil Briannen mit gewaltigen Geröllmassen überschwemmt wurde, kam das Dorf Agarn nochmals mit einem blauen Auge davon. Danach jedoch war allen Beteiligten klar, dass etwas passieren musste. Und zwar schnell. Dass es nun doch fast vier Jahre gedauert hat, bedauert auch Gemeindepräsident Edi Kuonen: „Ich bin froh, dass es zu einem Ende kommt. Es war wirklich eine Zangengeburt.“

Im Sommer 2005 fertig
Der zuständige Gemeinderat Bernhard Mathieu ist sich bewusst, dass das Prozedere bis zum Baubeginn eigentlich viel zu lange gedauert hat. Und er gibt unumwunden zu: „Für unsere Gemeinde ist diese Verbauung ein grosser Brocken.“ Niemand von ihnen hätte Erfahrung in solchen Dingen. Mathieu bedauert einerseits, dass die Gemeinde nicht mehr Unterstützung bei der Logistik bekommen hat, will aber andererseits nicht „auf Vergangenem herumreiten“. „Wichtig für Agarn ist, dass der Meretschibach, der wiederholt seine Gefährlichkeit gezeigt hat, nun sicherer gemacht wird.“ In einem ersten Schritt wird der Baumbewuchs auf dem bestehenden Damm gerodet. Zwei Wochen später sollen bereits die Bagger auffahren, um im alten Jahr noch einen möglichst grossen Teil der geplanten Dammaufschüttungen und neuen Dämme zu erstellen. „Wir rechnen damit, dass das Bauwerk im nächsten Sommer beendet ist“, so Bernhard Mathieu.

Von Wildbächen „eingerahmt“
Das Dorf Agarn, auf einem Schuttkegel erbaut, wird zu beiden Seiten von einem Wildbach „eingerahmt“. Im Westen durch eben den Meretschibach, im Osten durch den Emsbach. Auch dieser Grenzbach zu Turtmann soll in Bälde sicherer gemacht werden. „Die Projektar-beiten gehen gut voran“, so Mathieu. Und fügt bestimmt hinzu: „Inzwischen haben wir einiges gelernt.“

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