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Brig-Glis / Erstmals in der Geschichte der Stadtgemeinde
sind nur sieben statt elf Ratsmitglieder zu wählen. Wer muss am meisten
Federn lassen?
Die Rechnung ist einfach:Mindestens ein amtierendes
Mitglied des Stadtrates wird abgewählt. Auf den vier Listen kandidieren
acht Amtsinhaber und verschiedene ambitionierte Persönlichkeiten.
Das Stadtratsterben ist also programmiert.
CVP: 4 Sitze?
Legt man die Parteistärken von 2000 der Verteilung der nur mehr
sieben Sitze zu Grunde, ist die CVP nahe am 4. Mandat. Die Schwarzen
allerdings längst nicht in allen Fragen geeint hätten
dann die absolute Mehrheit. Bei drei Sitzen gelten die Amtsinhaber, also
Gemeindepräsidentin Viola Amherd, Louis Ursprung und Andreas Zenklusen,
als gesetzt. Interessant dürfte einzig der Abstand zwischen Amherd
und Ursprung sein. Dieser betrug vor vier Jahren 34 Stimmen, was damals
die Vorentscheidung für die Wahl ums Stadtpräsidium bedeutete.
CSP und SP: Zittern
Zittern müssen die roten und gelben Stadträte mit
Ausnahme von Vizepräsident Hans Schwestermann, der bereits 2000 ein
Glanzresultat erzielte. Verliert die CSP im Zuge der Reduktion ihr zweites
Mandat, müsste Stadtrat Williner wohl über die Klinge. Die Gefahr
des Sitzverlustes hat auch die SP erkannt und deshalb das ehemalige Ratsmitglied
Andreas Weissen als Kandidat reaktiviert. Das dürfte den amtierenden
SP-Ratsmitgliedern Esther Waeber und Sepp Näpfli wenig Freude machen.
Weissen dürfte weit über die Parteigrenzen hinweg punkten und
so die Amtsinhaber ernsthaft bedrängen. Bei einem Sitzverlust müssen
gar beide SP-Amtsinhaber um ihr politischen Überleben bangen. Vor
vier Jahren hat die CSP leicht zugelegt, die SP aber markant verloren.
Ihre Parteistärke ist in etwa dieselbe. Die grössere Liste und
der interne Kampf spricht für eine stärkere Mobilisierung der
linken Wählerschaft. Der SP ist deshalb am ehesten zuzutrauen, dass
sie der CVP den 4. Sitz abjagen kann.
FDP: wohl nur ein Sitz
Die FDP, die 2000 bereits ein Mandat verlor, wird es trotz aktiver
Parteipolitik schwer haben. Zugpferd Peter Planche ist nicht mehr dabei.
Offen ist, wie nahe Jean-Louis Borter und Matthias Eggel an den amtierenden
FDP-Stadtrat Uli Kämpfen heran kommen werden. GER
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Meinung interessiert uns!
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