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Vorschau auf die Gemeinderatswahlen in Naters
Schafft die SVP den Sprung?


 

Naters / Zieht die SVP erstmals in den Gemeinderat einer grossen Oberwalliser Talgemeinde ein? Diese Frage steht im Zentrum der Gemeinderatswahlen in Naters.

Spannender könnte die Ausgangslage nicht sein: In Naters kämpfen 27 Kandidatinnen und Kandidaten auf fünf Listen um sieben Sitze.

SVP: intakte Chance
Erstmals angetreten ist die SVP – und das gleich mit einem populären Kandidaten: Franz Ruppen. Ihm wird der Einzug in den Gemeinderat durchaus zugetraut. Doch dazu wird ein Spitzenergebnis von Franz Ruppen alleine nicht ausreichen. Entscheidend sind die Anzahl Parteistimmen. Und da liegt die Hürde doch schon recht hoch. Bleibt die Frage, welche Partei Wähler an die neue Oppositionskraft abgeben muss.

CVP: Sitzverlust droht
Am schwierigsten wird es für die CVP, das Ergebnis von 2000 zu bestätigen. Das liegt nicht so sehr an der jetzigen Liste, sondern an der Tatsache, dass die Gemeindepräsidentin Edith Nanzer ebenso wie Andreas Schmid, der vor vier Jahren das zweihöchste Resultat erzielte, nicht mehr kandidieren. Diese Stimmen wett zu machen, dürfte nicht einfach sein. Das Bestresultat auf der CVP-Liste wird allgemein Manfred Holzer zugetraut, der auch als Kandidat für das Gemeindepräsidium gehandelt wird. Nebst dem amtierenden Reinhard Jossen darf sich sicher auch Maria Salzmann-Schwestermann gute Chancen ausrechnen.

SP und CSP: Kopf an Kopf
Vor vier Jahren verlor die SP ihren zweiten Sitz. Der damals abgewählte German Eyer will es aber nochmals wissen. Damit wird das Ziel der SP deutlich: Falls die SVP nicht in den Rat einzieht, könnte die Linke allenfalls der CVP einen Sitz abspenstig machen. Allerdings hat in Naters auch die CSP gute Karten. Vor vier Jahren lagen die Gelben bloss 25 Parteistimmen hinter den Roten. Zudem wird die diesjährige Gelbe Liste allgemein als stärker eingestuft.

FDP: Status quo
Vor vier Jahren zog die FDP erstmals in den Natischer Gemeinderat ein. Und das mit einem komfortablen Resultat. Mehr als dieser eine Sitz darf von den Blauen nicht erwartet werden. Denn die SVP, als zweite bürgerliche Oppositionskraft, dürfte auch im FDP-Lager Stimmen holen.GER

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