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Leuk / Luxemburg / Die ehemaligen Satellitenanlage
der Swisscom in Leuk hat nach nur vier Jahren bereits wieder einen neuen
Besitzer. Die Firma SES Americom mit Hauptsitz in Luxemburg hat die Verestar
AG gekauft. Die Mitarbeiter sind verunsichert. Doch die neue Besitzerin
beruhigt.
Von Ruth Seeholzer
Die geografische Lage in Leuk ist einfach ideal,
erklärt Tobias Steger, Mediensprecher der SES International Teleport
(Switzerland) AG, wie die Satellitenbodenstation in Leuk seit gut einem
Monat heisst, gegenüber der RZ. Darum könnten sehr viel Signale
mit den grossen Schirmen an sehr viele Orte auf der Erde und im Weltall
weitergeleitet werden. Doch so wertvoll kann die Lage doch gar nicht sein,
wenn erst die Swisscom im Jahr 2000 und nun auch die Verestar Inc. nur
vier Jahre später die Station weiterverkauft? Gerüchte gingen
gar herum, dass die Verestar Inc., die vormalige amerikanische Besitzerin
der Satellitenbodenstation in Leuk, Konkurs gemacht habe.
Die Perle Verestar
Das ist nicht ganz korrekt, ergänzt Steger. Das
Mutterhaus Verestar Inc. in Amerika kam in Nachlassstundung, das ist wahr.
Doch nicht wegen der Station in Leuk. Diese habe immer sehr gut rentiert.
Im Verlaufe des Verfahrens interessierte sich SES Americom, einer der
weltgrössten Anbieter von Satellitendiensten, für Verestar.
Sie pickten sich ein paar Perlen aus dem Nachlass von Verestar Inc. heraus,
unter anderem auch die Satellitenstation in Leuk, und kauften alles zusammen
für 18,5 Millionen Dollar. Im Dezember letzten Jahres hat auch das
schweizerische Bakom seinen Segen zu diesem Kauf gegeben. Und seit diesem
Zeitpunkt ist die ehemalige Verestar AG in Leuk eine hundertprozentige
Tochtergesellschaft der SES Americom und nennt sich heute SES International
Teleport (Switzerland) AG.
Unruhe bei den Arbeitern
Wie die RZ aus verschiedenen Quellen erfahren hat, gab es unter den
29 Angestellten der Satellitenbodenstation in Leuk Unmutsäusserungen
im Zusammenhang mit dem Verkauf an SES Americom. Von der PTT zur
Swisscom zur Verestar zur SES... Hört das denn nie auf?,
ärgert sich ein nicht genannt sein wollender Mitarbeiter. Knapp die
Hälfte der Belegschaft habe in den vergangenen vier Jahren gewechselt.
Diese machten sich im letzten Herbst Luft. Fünfzehn Beschwerden gingen
an den Verwaltungsrat. Doch Tobias Steger beruhigt. Diese Kritikpunkte
würden momentan mit einer externen Personalexpertin zusammen angeschaut.
Steger glaubt, dass die Unruhe vor allem durch die zuerst unsichere Zukunft
des Unternehmens entstanden sei. Seit nun jedoch die Übernahme getätigt
sei, sei die Situation für die Angestellten auch wieder übersichtlicher.
Die SES hat in Leuk keinen einzigen Arbeitsplatz abgebaut.
In Leuk will man nicht nur nicht abbauen, sondern weiter ausbauen. So
ist das Fundament für eine weitere Grossantenne bereits gelegt.
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