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Bergbahnen Obergoms AG will Konzessionsgesuch bis Ende Februar einreichen
Sidelhorn-Promotoren wollens wissen


 

Oberwald / Die Obergommer Initianten geben ihren Traum vom Skigebiet am Sidelhorn nicht auf. Im nächsten Monat soll definitiv das Konzessionsgesuch beim Bund eingereicht werden.

Von German Escher

„Bis Ende Februar sollten wir das Dossier für das Konzessionsgesuch beisammen haben“, gibt sich Verwaltungsrat Hans Hallenbarter optimistisch. Das Dossier müsse in Bezug auf Umweltverträglichkeit und Wirtschaftlichkeitsnachweis noch ergänzt werden, fügt Albert Bass, ebenfalls VR-Mitglied der Bergbahnen Obergoms AG, hinzu. Die Haupthürde besteht darin, nachzuweisen, dass ein neues alpines Skigebiet im Obergoms genügend Frequenzen erzielen kann, um langfristig überleben zu können. Das weiss auch Albert Bass: „Aber seit über zwanzig Jahren spricht man im Obergoms vom Sidelhorn. Jetzt muss dieser Traum eine Wahrheit erfahren.“ Erste Vorgespräche mit den Bundesbehörden haben laut Hallenbarter bereits stattgefunden. „Wir hatten einen positiven Eindruck. Man hat uns jedenfalls klar gesagt, dass es keinen Beschluss gibt, wonach keine Neuerschliessungen möglich sein sollten.“

Kosten: 20 bis 30 Millionen
Das Gebiet Sidelhorn soll laut Hallenbarter ab dem Bahnhof Oberwald mit einer Gondelbahn bis Brunnji (2085 m ü. M.) sowie zwei Sesselliften, allenfalls aber auch mit zwei Skiliften, bis auf 2620 Meter erschlossen werden. Die Investitionen belaufen sich je nach Variante auf 20 bis 30 Millionen Franken. Für die heutige Bergbahnen Obergoms AG, in der vor allem die drei obersten Gemeinden mit je 75’000 Franken federführend sind, ist dies ein happiger Brocken. „Zur Finanzierung kann nicht wieder auf die Gemeinden zurückgegriffen werden. Dazu braucht es Investoren von ausserhalb. Die Wirtschaftskraft im Goms ist zu klein, um ein solches Projekt durch die Leute im Tal zu finanzieren“, räumt Hallenbarter ein. Am Rückhalt in der Bevölkerung indes zweifelt der Sidelhorn-Promotor nicht: „Ich werde auf der Strasse immer wieder dazu ermuntert, dass wir jetzt das Konzessionsgesuch einreichen sollten.“

Geeignetes Gebiet
Fachleute bezeichnen das Gebiet als äusserst attraktiv und schneesicher. Die breiten Hänge und die Höhenlage werden als Stärke hervorgehoben. Gerade deshalb habe dieses Skigebiet seine Berechtigung und seine Chancen, ist Hallenbarter überzeugt: „Das Sidelhorn gehört zu jenen Skigebieten, die im Oberwallis überleben können.“

Ums Überleben kämpft gegenwärtig das Skigebiet Hungerberg auf der gegenüberliegenden Talseite, das ebenfalls von der Bergbahnen Obergoms AG betrieben wird. „Für den Hungerberg ist es sehr schwierig“, gesteht Verwaltungsrat Hallenbarter. „Solange das Defizit mit Gemeindebeiträgen gedeckt werden kann, gehts. Aber die Anlagen müssten erneuert werden. Und das würde rund 15 bis 20 Millionen Franken kosten.“ Kommt hinzu, dass das Gebiet nicht ausgebaut werden kann. Deshalb ist für Hallenbarter klar: „Für den Hungerberg finden wir sicher keine Investoren.“ Die Geldsuche dürfte allerdings auch für das Sidelhorn nicht zum Spaziergang werden. „Ich mache mir keine Illusionen“, gesteht Hallenbarter. „Aber nichts tun, das können wir uns im Obergoms auch nicht leisten.“

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