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Blitzingen / Bellwald / Das Mittelgoms soll von
Blitzingen/Niederwald aus direkt ans Skigebiet Bellwald angebunden werden.
Für diese Projektidee tritt Benjamin Ritz ein. Er sieht darin die
Chance für eine dringend notwendige touristische Stärkung des
Mittelgoms.
Von German Escher
Wir müssen die Kräfte im Goms stärker
bündeln, betont Benjamin Ritz, der als CVP-Kandidat für
den Grossrat antritt, gegenüber der RZ. Es kann nicht sein,
dass wir Gommer jahrzehntelang von mehreren Skigebieten träumen.
Wir müssen uns auf ein Projekt einigen, das für die ganze Talschaft
interessante Zukunftsperspektiven bietet. Für ihn ist auch
klar, welches Projekt dem Goms am meisten wirtschaftlichen Schub brächte:
Eine Anbindung des Mittelgoms aus dem Raum Niederwald/Blitzingen ans Skigebiet
in Bellwald.
Stärken des Vorhandenen nutzen
Skigebiete haben nur eine Überlebenschance, wenn die Höhenlage
und Erreichbarkeit stimmen und ein Grossteil der Pisten auch beschneit
werden können. Diese Voraussetzungen erfüllt heute bereits das
Skigebiet von Bellwald. Mit der Projektidee, welche Benjamin Ritz nun
in die öffentliche Diskussion einbringt, ginge es darum, diese Stärke
von Bellwald mit den Bedürfnissen des restlichen Goms zu kombinieren.
Dies entspricht auch der Konzessionspolitik von Bund und Kanton,
welche nicht primär Neuerschliessungen, sondern die Qualitätssteigerung
bestehender Skigebiete zum Ziel hat. Ritz ist deshalb überzeugt,
dass zur Finanzierung entsprechende Investitionshilfegelder zugesagt würden.
Regionalpolitisch sinnvoll
Eine Bahnanbindung würde gemäss Ritz auch regionalpolitisch
Sinn machen. Das Mittelgoms, von Niederwald bis Grafschaft, benötigt
heute neue wirtschaftliche Impulse. Die Verbindung des alpinen Gebietes
von Bellwald mit dem Langlaufparadies Obergoms bedeutet eine Stärkung
in beiden Gästesegementen und ermöglicht eine touristische Neupositionierung
des Mittelgoms. Benjamin Ritz weiss, wovon er spricht. Der Marketingfachmann
ist zum einen Mitglied des Verwaltungsrates der Sportbahnen Bellwald AG.
Zum anderen kennt er als früherer Gemeindepräsident von Blitzingen
die Situation im Talgrund aus eigener Erfahrung. Eine Anbindung von Bellwald
ans Mittelgoms könnte allenfalls auch eine bereits früher diskutierte
Gemeindefusion neu beleben.
Projektstudie nötig
Aber wie sind die Chancen zu beurteilen? Die ersten, inoffiziellen
Reaktionen seitens der betroffenen Gemeinden seien positiv, versichert
Ritz. Er will nun anfangs März die Projektidee im Verwaltungsrat
der Sportbahnen thematisieren. In einem nächsten Schritt ginge es
darum, die Finanzierung für die Erarbeitung eines konkreten Projektes
sicher zu stellen. Zu möglichen Linienführungen mag sich Ritz
derzeit noch nicht äussern. Es sei Aufgabe der Fachleute abzuklären,
ob eine Verbindung zur Talstation der Sportbahnen in Bellwald wie
sie von Sandro Zanella, Tourismusverantwortlicher der Gemeinde Bellwald,
ins Spiel gebracht wurde oder in Zubringer ins Skigebiet mehr Sinn
mache. Ritz schätzt, dass die Verbindung sowie eine Skigebietser-weiterung
im Bereich Spielsee rund 30 Millionen Franken kosten würden.
Mit dem Vorschlag ist die Gommer Skigebiets-Diskussion
neu lanciert. Offen bleibt, ob das Projekt über den Wahlkampf hinaus
ernsthaft verfolgt wird und wie gross der Rückhalt für die Bahnidee
in der Bevölkerung ist.
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