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Die Stiftung Kulturzentrum Päpstliche Schweizergarde prüft verschiedene Möglichkeiten
Gardemuseum in Natischer Festung?


 

Naters / Die Standortfrage des Gardemuseums in Naters scheint geklärt: Nach den Vorstellungen des Stiftungsrates soll das geplante Museum bis zum Bau des Unesco-Dialogcenters in der Festung zu stehen kommen. Voraussetzung dazu ist allerdings, dass die Gemeinde Naters dem Kauf der Festung zustimmt.

Von Walter Bellwald

„Die Festung wäre eine geradezu ideale Lösung für uns“, bestätigt Stefan Ruppen, Präsident der Stiftung Kulturzentrum, gegenüber der RZ. Zwar ist es ein offenes Geheimnis, dass das Gardemuseum im Dia-logcenter des Unesco-Weltnaturerbes untergebracht werden soll. „Aber bis es soweit ist, brauchen wir eine Übergangslösung.“

Festung als Ideallösung
Im nächsten Jahr feiert die Schweizergarde ihr 500-jähriges Jubiläum. Auf diesen Anlass hin soll das geplante Gardemuseum in Naters eröffnet werden. Weil sich der Bau des Dialogcenters des Unesco-Weltnaturerbes aber hinauszieht, suchen die Verantwortlichen des Gardemuseums nach einer Übergangslösung. „Unser Wunsch ist es, im Jubiläumsjahr der Schweizergarde das Museum zu eröffnen“, erklärt Stefan Ruppen. Auf der Suche nach einem geeigneten Standort scheint man nun fündig geworden zu sein. „Die Festung wäre die ideale Plattform für unser Museum, weil sie selbst sehr geschichtsträchtig und sehenswert ist.“ Für Ruppen die ideale Ergänzung zum Gardemuseum: „Die Touristen könnten nicht nur viel Wissenswertes über die Garde erfahren, sondern würden zugleich auch ein Stück Geschichte atmen.“

100’000 Franken für Festung
Noch gibt man sich auf Seiten des Stiftungsrates zurückhaltend, weil der Kauf der Festung durch die Gemeinde noch aussteht. „Wir werden in den nächsten Tagen mit den entsprechenden Stellen zusammenkommen und das Kaufangebot prüfen“, so der zuständige Gemeinderat Remo Salzmann. Dann wird der Gemeinderat darüber entscheiden, ob die Festung gekauft wird oder nicht. Obwohl noch keine definitive Zusage vorliegt, scheint der Deal zwischen der Gemeinde Naters und der armasuisse (zuständig für den Verkauf von Immobilien der Armee) auf gutem Weg. „Der Verkaufspreis schwankt zwischen 75’000 und 100’000 Franken“, verrät Salzmann. Noch bevor der eigentliche Kauf über die Bühne ist, macht man sich bei der Gemeinde schon Gedanken über eine Nutzung der Räumlichkeiten. „Bei einem allfälligen Kauf werden wir mit ehemaligen Mitarbeitern des Festungswachtkorps Kontakt aufnehmen, die ihr Interesse an der Festung angemeldet haben.“ Dass womöglich das Gardemuseum übergangsmässig einziehen würde, ist für Remo Salzmann „eine prüfenswerte Variante“.

Sponsorensuche läuft
Noch ist es aber nicht soweit. „Wenn die Gemeinde dem Kauf zustimmt, werden wir uns mit den zuständigen Behörden baldmöglichst in Verbindung setzen“, verspricht Stefan Ruppen. Im Gardemuseum soll nicht nur Platz für Uniformen und Waffen sein. „In erster Linie wollen wir den Mensch in den Mittelpunkt stellen.“ Dazu gehört neben individuellen Lebensläufen von ehemaligen und aktiven Gardisten auch die Geschichte des Papsttums. Ruppen: „Mit Dokumentationen und Fotos soll das Museum lebendig gestaltet werden.“ Zurzeit ist man im Stiftungsrat des Kulturzentrums auf der Suche nach Sponsorengeldern. „Die Kosten für das geplante Museum belaufen sich auf rund eine Million. Einen Drittel davon haben wir zusammen.“ Neben der Gemeinde Naters, die sich als Mitstifterin am Kulturzentrum beteiligt, hat auch die Loterie Romande einen namhaften Betrag gesprochen. Schliesslich können sich auch Private an der Finanzierung des Gardemuseums beteiligen. Mit einem Jahresbeitrag von fünfzig Franken kann man sich der Gönnervereinigung „amici zentrum garde“ anschliessen und von verschiedenen Angeboten profitieren.

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