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Brig / Wird am Bahnhof Brig doch noch ein Parkhaus
und nicht bloss ein oberirdisches Parking realisiert? Die Chancen mehren
sich. Die Stadtgemeinde prüft eine neue Variante, bestätigt
Stadtpräsidenten Viola Amherd Recherchen der RZ.
Von German Escher
Der aufmerksame Automobilist, der auf den neuen Kreisel
zwischen Brig und Naters zufährt, bemerkt die neue Beschilderung.
Bereits ist der Weg durch die alte Unterführung zum neuen Bahnhofparking
ausgeschildert. Auch die neue Abfahrt für die vom Goms kommenden
Automobilisten ist im Bau. Damit werden die Zentren von Naters und Brig
besser erreichbar. Allerdings: Noch ist auf den Strassentafeln die Zufahrt
zum Bahnhof durchgestrichen, das lang ersehnte Parkplatzangebot nicht
vorhanden.
Parkhaus statt bloss Parking?
Bekanntlich hat die Stadtgemeinde am Bahnhofareal bereits unzählige
Varianten studiert. Im Vordergrund stand letztlich der Bau von 90 oberirdischen
Parkplätzen, die noch dieses Jahr an der Westseite des Bahnhofgebäudes
hätten realisiert werden sollen. Im Unterschied zum Anschlusskreisel
sind hier aber bis heute keine Baumaschinen aufgefahren.
Derweil mehren sich im Simplonstädtchen die Gerüchte, dass die
Gemeinde eine neue Variante prüft. Dem Vernehmen nach sollen insgesamt
über 200 Parkplätze entstehen. Es stimmt, dass wir noch
eine Parkhaus-Variante prüfen, bestätigt Stadtpräsidentin
Viola Amherd gegenüber der RhoneZeitung. Aufgrund der laufenden
Verhandlungen mit möglichen Partnern kann ich dazu aber nicht mehr
sagen.
Abbruch des alten FO-Depots?
Fast sämtliche Parkhaus-Varianten, welche in der jahrelangen
Bahnhofplatzdiskussion geprüft wurden, hätten einen Bau östlich
des Bahnhofgebäudes vorgesehen. Deshalb ist davon auszugehen, dass
das nun im Vordergrund stehende Parkhaus im westlichen Teil des Bahnhofareals
zu stehen käme. Als Standort drängt sich das alte Depot der
FO auf. Die heutige Besitzerin, die Matterhorn Gotthard Bahn (MGB) hat
bereits letztes Jahr ein Baugesuch für den Abbruch der alten Hallen
eingereicht. Diesem Begehren hat der Briger Stadtrat inzwischen zugestimmt.
Weitere Verzögerungen
Die grössere Parkhaus-Variante würde den Bedürfnissen
der Bahnkunden und der Gewerbetreibenden an der Bahnhofstrasse zweifelsohne
besser entsprechen. Einziger Nachteil: Die Verhandlungen mit möglichen
Partnern, die Planungs- und Bewilligungsphase, die Zustimmung durch die
Urversammlung und schliesslich der Bau dürften zu weiteren Verzögerungen
von mindestens zwei Jahren führen. Bis dann soll bekanntlich auch
die Ostausfahrt der MGB verwirklicht sein. Wenn dann noch in einer weiteren
Etappe bis 2010 der Hochbahnhof der MGB Tatsache wird, beginnt am Briger
Bahnhof endgültig ein neues Zeitalter. Eine jahrzehntelange Bahnhof-Debatte,
die schon drei Stadtpräsidenten beschäftigt hat, würde
dann doch noch zu einem guten Ende finden.
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