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Positiver Grundsatzsentscheid in den Räten von Brig-Glis und Naters
Gemeinden stimmen Brückenidee zu


 

 

Brig-Glis / Naters / Die Gemeinden von Brig-Glis und Naters machen ernst in der Umsetzung des neuen regionalen Leitbildes: Beide Ratsgremien ha ben der geplanten Fuss- und Velobrücke über den Rotten im Grundsatz zugestimmt. „Wir wollen das Projekt jetzt möglichst zügig vorantreiben“, bestätigt der Natischer Gemeindepräsident der RZ auf Anfrage.

Von German Escher

 „Der Briger Stadtrat hat an seiner letzten Sitzung im Grundsatz beschlossen, dass die vorgeschlagene Fussgängerbrücke zwischen Brig und Naters gebaut werden soll“, bestätigt Stadtpräsidentin Viola Amherd der RZ auf Anfrage. Die Projektführung liege aber beim Gemeinderat von Naters. Das bestätigt auch Gemeindepräsident Manfred Holzer: „Der Natischer Gemeinderat erkennt die hohe Gestaltungsqualität einer solchen Brückenverbindung für den Siedlungsraum und hat sich deshalb auch für das Projekt ausgesprochen. Wir werden in den nächsten Wochen das weitere Vorgehen mit der Gemeinde Brig-Glis besprechen und die Planungsarbeiten möglichst zügig vorantreiben.“ Noch ist unklar, ob ein Wettbewerb durchführt werden wird. Gemeindepräsident Holzer geht jedoch davon aus, dass spätestens nach Beendigung der Bauarbeiten entlang des Kelchbachs mit der Realisierung der Brücke begonnen werden kann. Angaben über mögliche Kosten liegen noch nicht vor.

Natischer Zentrum aufwerten
Der Beschluss der beiden Räte basiert unter anderem  auf dem regionalen Leitbild und einem Zusatzbericht, an dem auch Oliver Meyer, geistiger Vater dieses Brückenschlags, mitgearbeitet hat. „Der neue Kreisel Rottenbrücke und die neue Fussgängerbrücke sind die fehlenden Elemente für eine zusammenhängende, touristisch attraktivere Agglomeration“, ist Ingenieur Meyer überzeugt. „Sie setzen den Bahnhof ins Zentrum der Agglomeration und machen ihn zum echten Ausgangspunkt für Reisen, Einkauf, Sight-Seeing, Wanderungen.“

Die neue Brücke für Fussgänger und Radfahrer brächte vor allem dem Zentrum Naters eine massive Aufwertung. Im Zuge des Gerinneausbaus am Kelchbach bietet sich der Gemeinde Naters die einmalige Chance, eine attraktive neue Nord-Südverbindung zu schaffen, auf der Fussgänger bequem vom alten Dorf bis zum Rotten spazieren könnten. Der geplante Brückenschlag von der Kelchbacheinmündung in den Rotten bis zum nördlichen Perronzugang des Bahnhofs in Brig wäre die logische Weiterführung. Durch die neu zu gestaltende Perronunterführung würde der Fussgänger direkt auf die Briger Bahnhofstrasse geführt.

Heute schieben sich der Rotten und die SBB-Geleiseanlagen wie ein Riegel durch die kleinstädtische Agglomeration. Dadurch wird ein Zirkulieren erschwert. Das wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben in der Agglomeration wird beeinträchtigt. Kommt hinzu, dass  der neue Verkehrskreisel Rottenbrücke für Automobilisten zwar sehr sinnvoll, für Fussgänger und Velofahrer aber alles andere als attraktiv ist. Dasselbe gilt für die dunkle alte SBB-Unterführung, die Spaziergänger eher abschreckt statt anlockt.

Brücke als Blickfang
„Die Brücke soll ein Blickfang werden“, betont der Natischer Gemeindepräsident Manfred Holzer gegenüber der RZ. Gäste, die auf der Umfahrungsstrasse durch die Agglomeration fahren, sollen auf das neue Wahrzeichen aufmerksam und so zu einem Zwischenhalt animiert werden.

Die neue Brücke könnte aber auch zum Symbol der neuen, intensiveren Zusammenarbeit zwischen den Zwillingsgemeinden Brig-Glis und Naters werden und Beleg für den politischen Willen sein, die im Leitbild definierten Massnahmen auch umzusetzen.

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