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Die Mittelwalliser Stadt geht in die Offensive
Siders in Aufbruchstimmung


 

Siders / Stillstand bedeutet Rückschritt. Das weiss man auch in Siders. Daher hat sich die Sonnenstadt für die kommenden Monate und Jahre einiges vorgenommen. Neben der Neugestaltung des Stadtzentrums und der Einführung des City-Managments will man auch die starke Position als Bildungsstandort erhalten oder gar ausbauen.

Von Markus Pianzola

RZ-Leser wissen: Das Siderser Stadt­zentrum gibt bereits seit einigen Jahren immer wieder Anlass zu Dis­kus­sionen. Klar ist, dass die mo­men­tane (Verkehrs-)Situation un­be­friedigend ist und daher Han­dlungsbedarf besteht. Deshalb wur­de bereits im vergangenen Jahr eine schriftliche Umfrage unter der Bevölkerung durchgeführt. Die Ergebnisse werden momentan von einer Arbeitsgruppe analysiert. Nach einer ersten Zwischenbilanz, die für Ende August vorgesehen ist, soll die Studie im nächsten Jahr fortgesetzt werden.

In einem Jahr erste Resultate
Mit der Einführung eines wöchentlichen Marktes im Stadtzentrum wurde ein erstes Projekt bereits realisiert. „Die Zwischenbilanz ist positiv. Der Markt stösst bei Bevölkerung und Händlern auf reges Interesse“, erklärt Stadtpräsident Manfred Stucky. Daneben bestehen Pläne für weitere Verbesserungen. So etwa die Realisierung eines Parkhauses südlich der Bahngeleise, die Verlagerung des Busbahnhofes in Richtung Westen oder der Bau einer multifunktionalen Halle. „Momentan sind dies alles nur Projekte und Ideen. Da es sich um ein relativ grosses Gebiet handelt, in dem die Veränderungen geplant sind, würde die Umsetzung etappenweise geschehen. Ich hoffe, dass bereits in einem Jahr erste Resultate sichtbar sein werden“, führt Stucky weiter aus.

Neuer Posten als City-Manager
Analog dem Beispiel Visps soll in nächster Zukunft (endlich) das Amt eines City-Managers geschaffen werden. Dieses Vorhaben tönte der Stadtpräsident bereits im vergangenen Jahr an. „Wir sind in dieser Sache ein wenig im Rückstand“ gibt Stucky offen zu. „Aber der zuständige Stadtrat hat den Auftrag, bis im kommenden September ein Anforderungsprofil und ein Pflichtenheft für diesen neuen Posten zu erstellen“, sagt Stucky. Denkbar wäre gemäss seiner Aussage, dass der zukünftige City-Manager auch die Liegenschaften der Gemeinde verwaltet, für die Wirtschaftsförderung zuständig wäre und als Verbindungsglied zwischen Stadt und Region amten würde. Eine definitive Entscheidung bezüglich der Besetzung dieses Postens soll noch in diesem Herbst fallen.

Bildungsstandort stärken
Neben der Neugestaltung des Stadt­zentrums und der Schaffung eines City-Manager-Postens will man sich
in der Sonnenstadt zukünftig vermehrt als Bildungsstandort etablieren. Bereits heute sind die Hochschule Wallis, die Tourismusfachschule und eine Handelsmittelschule in Siders ansässig. Doch auf den Lorbeeren ausruhen will man sich nicht: „Wir wollen bereits Vorhandenes verbessern und allenfalls als Standort für andere Schulen kandidieren.“ So steht in absehbarer Zeit wohl der Ausbau der Handelsmittelschule an. Hier reichen die vorhandenen Räumlichkeiten bereits heute nicht mehr aus. Dabei wäre man bereit, in Zusammenarbeit mit dem Kanton – der die Schule verwaltet – über mögliche Lösungen zu diskutieren. Andererseits schielt man auch in Richtung Sitten. Die Kollegien der Kantonshauptstadt sind nämlich hoffnungslos überfüllt. Stucky könnte sich Siders durchaus als zusätzlichen Kollegiumsstandort vorstellen. „In diesem Fall könnte man durchaus auch eine zweisprachige Schule in Betracht ziehen“, erklärt der Siderser Stadtpräsident gegenüber der RZ abschliessend.

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