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Brig-Glis / Raron / Maurer arbeiten im Tief- und Hochbau, wo sie Gebäude, Brücken und Tunnels erstellen. Christian Albrecht aus Raron gibt der RhoneZeitung einen Einblick in seine tägliche Arbeit.
Von Markus Pianzola
Angehende Maurer/-innen können sich zwischen zwei Schwerpunkten entscheiden: Zum einen Hochbau. Hier werden vor allem Gebäude wie Wohnhäuser, Industriebauten oder Einkaufszentren gebaut. Dagegen arbeiten Maurer/-innen mit Schwerpunkt Tiefbau vornehmlich an Tunnels, Brücken, Kanalisationen oder Infrastrukturbauten wie beispielsweise Kläranlagen mit.
Tradition und Moderne
Der Beruf des Maurers beinhaltet sowohl das traditionelle Handwerk als auch den Umgang mit modernsten Maschinen und Baumethoden. Beim Erstellen einer Backsteinmauer arbeiten Berufsleute etwa nach wie vor mit Kelle, Mörtel, Richtschnur und Wasserwaage. Anders sieht es etwa beim Bau von Wänden, Decken und Böden aus Beton aus: Hier wird zuerst eine Armierung aus Holz erstellt, diese dient als Giessform für den Beton. Im Anschluss werden Stahlarmierungen eingefügt, welche dem Mauerwerk den nötigen Halt geben. Schlussendlich wird maschinell flüssiger Beton eingefügt.
Vom Büro auf die Baustelle
Vor nunmehr fünf Jahren schloss der Rarner Christian Albrecht seine Lehre als Maurer erfolgreich ab. Bereits zuvor hatte er im Bauwesen, nämlich als Hochbauzeichner, gearbeitet. „Ich hatte es satt, immer nur im Büro zu hocken, und wollte hinaus in die Natur“, erklärt er seinen Berufswechsel. Bereut hat er seine damalige Entscheidung bis heute nicht: „Es ist ein sehr abwechslungsreicher Beruf. Nebst der handwerklichen Arbeit kann ich auch selber Verantwortung übernehmen und sehe am Abend, was ich geleistet habe.“ Dabei beginnt der Arbeitstag in der Regel bereits sehr zeitig. Noch vor 6 Uhr läutet sein Wecker, um 7 Uhr steht er bereits auf der Baustelle. Und auch abends ist er meist erst zwischen 18 und 19 Uhr wieder zu Hause.
Wind und Wetter ausgeliefert
„Am liebsten erledige ich Umgebungsarbeiten wie Pflästerungen oder den Bau von Backsteinmauern“, erklärt Albrecht auf die Frage nach seinen Vorlieben. Aber der Beruf hat auch seine Schattenseiten. So sind die Maurer/-innen den Launen der Natur ausgeliefert. „Wenn es regnet oder wir im Herbst sogar manchmal im Schnee arbeiten müssen, kann dies schon mühsam sein.“ Doch gegen solche Widrigkeiten würde man mit der Zeit abgehärtet, erklärt er weiter. Während im Sommer Hochsaison herrscht, stehen die Berufsleute im Winter ohne Arbeit da. In den meisten Betrieben werden die Angestellten saisonal, das heisst nur von März/April bis Mitte Dezember beschäftigt.
Verschleiss nicht zu unterschätzen
„Man muss schon ziemlich robust und bei guter Gesundheit sein“, ist sich Albrecht bewusst. Der körperliche Verschleiss ist nicht zu unterschätzen. Doch gelernte Maurer/-innen haben zahlreiche Weiter- und Fortbildungsmöglichkeiten. So sind etwa Zusatzlehren als Hochbauzeichner oder Bauzeichner möglich. Daneben können diverse Berufsprüfungen, beispielsweise zum Baupolier oder Baustoffprüfer, abgelegt werden. Und schliesslich ist auch der Besuch von höheren Fachschulen und Fachhochschulen möglich. Dies ist allerdings ein Thema, mit dem sich Albrecht bislang nur wenig beschäftigt hat. „Ich schaue fortlaufend, wie es bei mir beruflich weitergehen soll. Aber momentan gefällt mir die Arbeit sehr gut und ich spüre auch noch keine Verschleisserscheinungen. Daher plane ich zurzeit noch keine Weiter- oder Umbildung“, erklärt der Rarner abschliessend.
Job-Infos
Dauer: 3 Jahre
Schwerpunkte:
Hochbau oder Tiefbau.
Praktische Ausbildung:
In einer Baufirma.
Theoretische Ausbildung:
Ein Tag pro Woche an der Berufsschule.
Abschluss:
Eidg. Fähigkeitszeugnis als „Gelernte/-r Maurer/-in Hochbau“ respektive „Gelernte/-r Maurer/-in Tiefbau“.
Weiterbildungsmöglichkeiten:
Kurse und Seminare; Zusatzlehre als Hochbauzeichner/-in, Bauzeichner/-in; Berufsprüfungen z.B. als Baupolier/-in oder Baustoffprüfer/-in; höhere Fachprüfung z.B. als Baumeister/-in, Bauleiter/-in ; Besuch von höheren Fachschulen oder Fachhochschulen.
Berufsverhältnisse:
Maurer/-innen arbeiten als Angestellte/-r oder Inhaber/-in einer Baufirma. Die Betriebsgrösse reicht vom Einmannbetrieb bis zum Grossbetrieb mit über 100 Mitarbeitenden. Die Chancen sind für gelernte Maurer/-innen auf dem Arbeitsmarkt gut.
Weitere Informationen unter:
www.vs-berufsberatung.ch
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