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Torhütertraining beim FC Naters
„Du musst sein Papa sein“


 

Naters / Wie wichtig ist der Torhüter in einer Mannschaft? Jedenfalls so wichtig, dass der FC Naters auf die neue Saison einen Torhütertrainer engagiert hat, der ausschließlich für die Förderung des Nachwuchses zuständig ist. Der ‚Grande Maestro’ heisst Carlo Naselli.

Von Martin Schmidt

Carlo Naselli (67) ist ein bekannter Name im Walliser Fussball. Viele Jahre trainierte er Mannschaften wie Raron, Salgesch, Fully, Leytron (alle 1. Liga) oder Brig. Bei seinen Trainerengagements hatte er es auch immer wieder mit guten Torhütern zu tun. So traf er beispielsweise in Raron auf Namen wie Erich Burgener, Pius Imboden und Martin Salzgeber, die alle von ihm geformt und gefördert wurden. „Du wirst es in die NLA schaffen“, habe er einmal zu dem jungen Erich Burgener gesagt. „Aber du musst dafür hart arbeiten.“ Dieser habe ihn dabei nur ausgelacht. Doch wie wir heute wissen, hatte er mit dieser Aussage vollkommen recht. Zuletzt war Naselli Assistent und Torhütertrainer beim FC Sierre. Roger Meichtry war es, der ihn motivierte, ihm nach Naters zu folgen. „Hier trainiere ich alle Torhüter des Clubs“, sagt Naselli, und führt aus, dass er alle Torhüter von der Junioren D bis zur 1. Mannschaft fördern und weiterbringen wolle. Für ihn sei es eine Mission, die Torhüter auszubilden. Entscheidend jedoch sei der Wille und Ehrgeiz des jeweiligen Keepers. Auf die Frage, was ein junger Torhüter mitbringen muss, meint Naselli, dass neben Wille und Mut auch Intelligenz und Ruhe wichtige Eigenschaften seien. „Der Torhüter ist ein Individualist im Team, aber auch Dirigent und Motivator.“ So soll er nicht brüllen, aber mit geschickten und konsequenten Kommandos das Team führen und dirigieren.

Nachwuchstorhüter gesucht
Auf die Frage, was denn ein guter Torhüter-Trainer mitbringen soll, sprach Naselli stolz: „Du musst sein Papa sein“, und führt aus, dass das Gespräch mit dem Goalie sehr wichtig sei, um Vertrauen aufzubauen. Auch Spiele besichtigen gehöre dazu, um zu sehen, wie er im Team funktioniere und reagiere, aber auch Fehler zu erkennen, um diese mit gezieltem Training zu korrigieren und verbessern. Was mit hartem Training möglich wird, zeigt das jüngste Beispiel des Natischer Nachwuchstorhüters Donato D’Andrea. Nachdem er einige Male an Sitten ausgeliehen wurde, schaffte er den Sprung zum Stammgoalie der Sittener U-18. „Nun fehlt uns aber in Naters ein Torhüter für die Inter A“, meint Naselli etwas wehmütig. An alle Oberwalliser Jung-Torhüter: In Naters wird ein Nachwuchstalent gesucht. Wer weiß, ob Naselli einen neuen Erich Burgener entdeckt?

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