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Saas Fee / Die Gemeinde Saas Fee schreibt den Betrieb des Orts- und Skibusses öffentlich aus und prüft bereits die nächsten öffentlichen Nahverkehrsmittel. Geprüft wird die Realisierung eines dampfbetriebenen Trams, wie Gemeindepräsident Felix Zurbriggen der RZ auf Anfrage erklärt.
Von German Escher
Im Kampf gegen die Verkehrsprobleme im Gletscherdorf hat man in Saas Fee auf die vergangene Wintersaison den fahrplanmässigen Betrieb eines Ski- und Ortsbusses eingeführt. Es wurden zwei neue Elektrobusse angeschafft, so dass insgesamt drei Fahrzeuge mit einem Platzangebot von 20 bis 30 Personen zur Verfügung standen.
„Das Probejahr verlief positiv. Wir haben laufend Verbesserungen vorgenommen und können den Betrieb jetzt öffentlich ausschreiben“, erklärt Gemeindepräsident Felix Zubriggen. In der Probesaison von Weihnachten bis Ostern wurden ingesamt 16 242 Personen befördert. In der Trägerschaft sind zur Hälfte die Bergbahnen, und je zu einem Viertel die Tourismusorganisation und die Gemeinde vertreten. Dem Betreiber werden laut Zurbriggen die drei Fahrzeuge zur Verfügung gestellt. Zudem kann er mit einem jährlichen Unkostenbeitrag von 25’000 Franken und den Einnahmen aus dem Billettverkauf rechnen. Der Mandatsvertrag ist vorerst auf drei Jahre befristet, kann aber jeweils um ein Jahr verlängert werden.
Innovative Lösung wird geprüft
Mittelfristig will sich Saas Fee ein innovativeres, öffentliches Nahverkehrsmittel leisten. „Wir haben zu viele Elektrofahrzeuge im Dorf“, hält Zurbriggen fest. Die Verantwortlichen im Gletscherdorf suchen deshalb nach einer Lösung mit höheren Transportkapazitäten. „Denkbar ist der Bau eines dampfbetriebenen Trams“, bestätigt der Gemeindepräsident der RZ auf Anfrage. Der Dampf könnte allenfalls mit Holz erzeugt werden, was wiederum der Forstwirtschaft zu Gute käme. Noch sprechen die Saaser von einer Vision, die allerdings ernsthaft geprüft wird. Erste Kostenschätzungen liegen bereits auf dem Tisch. Für den Bau des Schienenstrangs sowie für den Kauf von zwei Loks mit acht Personenwagen werden rund 7,2 Millionen Franken notwendig sein.
Selbst wenn sich die Feer für das Projekt entscheiden sollten, dürfte es wohl noch Jahre dauern, bis die erste Lok mit den Feriengästen durchs Gletscherdorf tuckert.
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