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Täsch / Zermatt / In Täsch wird nicht erst seit gestern um Parkplatzbenutzer gekämpft. Jeder möchte die Zermatt-Besucher, die mit dem Auto anreisen, auf seinem Grund und Boden parkieren lassen. Und damit eine schöne Stange Geld verdienen. Dass die meisten dieser Parkplätze illegal sind, kümmert hier kaum jemanden.
Von Ruth Seeholzer
Ein Augenschein vor Ort zeigt deutlich: Täsch ist ein einziger Parkplatz. Autos, wohin das Auge reicht. Und das schon in der Nebensaison. Kein wirklich schöner Anblick. Doch die Täscher waren gar nie so unglücklich über die vielen parkierten Autos, die ihnen der autofreie Weltkurort Zermatt beschert. Begreiflich, dass auch sie sich ein Stück des Zermatter Touristenboom-Kuchens abschneiden wollen.
1500 illegale Parkplätze
„Unser Parkplatzproblem entstand nicht von heute auf morgen“, erklärt Kilian Imboden, Täscher Gemeindepräsident. „Es ist in den letzten dreissig Jahren gewachsen.“ Doch jetzt, wo die Matterhorn Gotthard Bahn (MGB) zusammen mit Gemeinde, Bund und Kanton ein Parkhaus, das Matterhorn Terminal Täsch, erstellt, jetzt wollen die Gemeindeverantwortlichen von Täsch aufräumen. „Die Gemeinde Täsch weist insgesamt über 1500 illegale Parkplätze auf“, stellt Imboden nüchtern fest. Da die Parksituation bis anhin nie ganz geklärt war, liess man die „Illegalen“ gewähren.
Kampf um die Parkierer
Auch Daniel Lauber, Präsident der MGB, ärgert sich darüber, wie in Täsch parkiert wird. Obwohl das Parkhaus zu einem Teil bereits fertig erstellt ist und die ersten 500 Parkplätze benutzbar wären, machen ihm die Täscher Privatparkplatz-Besitzer einen Strich durch die Rechnung. „Bis gegen Mittag kommt kaum ein Gast mit seinem Auto bis zum Parkhaus. Die Privaten winken die Gäste bereits vorher heraus, um ihre eigenen Parkplätze zu füllen.“
Der Vollzug hapert
„Wir werden den Parkplatzwildwuchs in den Griff bekommen“, gibt sich Kilian Imboden kämpferisch. Die Täscher haben das neue Verkehrsreglement bereits abgesegnet. In der Theorie wäre der Gemeinde damit das Handwerkszeug gegeben, um gegen den Parkwildwuchs vorzugehen. Doch selbst mit Hilfe der Kantonspolizei und des Bundesamtes für Verkehr konnte dem Treiben bis jetzt nicht Einhalt geboten werden. „Spätestens wenn das Terminal mit sämtlichen vorgesehenen Parkplätzen fertig gebaut ist, werden wir konsequent durchgreifen“, so Imboden.
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