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Oberwallis / Sitten / Die Linienführung der Autobahn im Oberwallis ist bekannt. Bis auf eine Ausnahme sind alle Genehmigungen erteilt. Doch wo im Oberwallis die geplante Autobahnraststätte zu stehen kommen soll, wissen anscheinend nur die Götter.
Von Ruth Seeholzer
Ebenso wie im Unterwallis mit dem Relais du St.Bernard, ist auch im Oberwallis eine Autobahnraststätte geplant. Studien zeigen, dass alle sechzig bis achtzig Kilometer von den Autobahnbenutzern ein Ort verlangt wird, an dem sie tanken und sich verpflegen können. Im Verlaufe der langwierigen Oberwalliser Autobahnplanung hatten die betroffenen Regionen genügend Zeit, ihre Projekte zu planen und den Behörden zu unterbreiten. Seit ein paar Wochen ist die definitive Linienführung der Autobahn im Oberwallis bekannt. Auch sind die gesamten Teilstücke bis auf Visp West genehmigt. Doch ein Entscheid in Sachen Autobahnraststätte fehlt immer noch.
Zurückhaltung in den Regionen
Eingegeben haben die Gemeinden Leuk, Turtmann und Raron. Etienne Mounir, Geschäftsführer der Region Leuk: „Unsere beiden Projekte sind schon seit längerer Zeit deponiert.“ Erst kürzlich habe er beim Kanton nachgehakt, wann denn eine Entscheidung bezüglich des Standortes der Autobahnraststätte falle. „Doch wir haben noch keine Antwort erhalten.“ Auch die Region Visp/Westlich Raron ist mit dem Standort Raron im Rennen. Für Josef Indermitte, Regionssekretär, besteht jedoch momentan kein Grund zur Eile. „Die Raststätte ist für die Nationalstrassenbauer sicher nicht vorrangig.“ Darum halte er sich momentan auch noch zurück. „Doch wir werden sicher in nächster Zeit nochmals nachfragen.“
Natürlich möchte jede der Regionen das Bauwerk auf ihrem Boden haben, da mit Dutzenden von Arbeitsplätzen und ein paar schönen Steuereinnahmen zu rechnen ist.
„Zu langsam“
„Wir haben alle Vorschläge gesichtet und auf ihre Durchführbarkeit geprüft“, erklärt Christian Pfammatter, Sektionschef Nationalstrassen Oberwallis, gegenüber der RZ. Geprüft wurde, ob der Platz für die Zu- und Abfahrten der Raststätten gewährleistet ist. „Für Turtmann und Raron gibt es keine Probleme. Im Leukerfeld auf dem Gebiet der Gemeinde Leuk hingegen wird es schwieriger, da dort keine Zu- und Abfahrten geplant sind.“ Doch noch sei alles offen, so Pfammatter weiter. „Nun liegt es nur noch an den Politikern, zu entscheiden.“ Um mit einem leichten Lächeln zu schliessen: „Es geht für mich, wie bei allen Verfahren im Oberwalliser Autobahnbau, zu langsam vorwärts.“
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