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Brig / Visp / Die Verwaltung des Spitalzentrums Oberwallis wird definitiv in Brig angesiedelt. Das Gesundheitsnetz Wallis entschied sich für eine entsprechende Umnutzung der früheren Reha-Klinik, deren Betten im März ins Spital umgesiedelt worden sind. Dies bestätigt Direktor Dietmar Michlig der RhoneZeitung auf Anfrage. Im Gegenzug soll die Gynäkologie definitiv in Visp eingerichtet werden.
Von German Escher
„Die gesamte Administration mit rund 50 Arbeitsplätzen befindet sich künftig in Brig.“ Das erklärt Dietmar Michlig, Direktor des Gesundheitsnetzes Wallis, der RZ auf Anfrage. Einen entsprechenden Standortentscheid hat das Gesundheitsnetz kürzlich gefällt. Die Kader wurden dieser Tage informiert. Zum Bereich Administration gehört die gesamte Verwaltung, inklusive Pflegeleitung und Logistik. Die 50 Arbeitsplätze, welche nun definitiv nach Brig kommen, entsprechen 35 Vollzeitstellen.
Ins alte Spitalgebäude
Laut Michlig gingen dem Standortbeschluss längere Abklärungen und Abwägungen voraus. Zum einen verfügt man im Spitalstandort Visp über Räumlichkeiten, in denen heute die Wäscherei untergebracht ist und die man entsprechend umbauen könnte. Zum andern läuft in Brig der Mietvertrag noch bis 2008. In Verhandlungen mit dem Verein Zentrum Saltina als Eigentümerin kam man schliesslich überein, dass die frühere Reha-Klinik im alten Spitalgebäude entsprechend umgebaut wird. Die Kosten von knapp zwei Millionen Franken gehen zu Lasten des Vermieters. Damit spart das Gesundheitsnetz die Umbaukosten und kann die Räumlichkeiten im Spital Visp für anderweitige Bedürfnisse nutzen. Bis die gesamte Administration des Spitalzentrums Oberwallis ihre neuen Büros in Brig beziehen wird, dürfte es allerdings noch mindestens ein Jahr dauern.
Gynäkologie nach Visp
Auch Visp geht im Seilziehen um Disziplinen und Arbeitsplätze nicht leer aus. So soll die Gynäkologie, welche derzeit provisorisch in Visp angesiedelt ist, definitiv am Standort Visp bleiben. Hier handelt es sich um eine Abteilung mit rund sechs Betten und vier bis fünf Vollzeitstellen. Laut Michlig ist es sinnvoll, diese kleine Abteilung am selben Spitalstandort, an dem sich auch die Geburts- und die Kinderabteilung befindet, anzusiedeln. Die Verantwortlichen des Gesundheitsnetzes haben jetzt dem Staatsrat einen entsprechenden Antrag unterbreitet. Über die definitive Aufteilung der Spitaldisziplinen hat die Kantonsregierung zu befinden.
Spitalkosten im Griff
Vor dem Hintergrund der steigenden Krankenkassenprämien interessiert auch die Entwicklung der Spitalkosten. Und hier steht das Wallis laut Angaben von Direktor Dietmar Michlig sehr gut da. Aufgrund der Zahlen der Krankenkassen sind die Spitalkosten in der Schweiz im letzten Jahr um elf Prozent gestiegen. Im Wallis sind die Spitalkosten aber lediglich um zwei Prozent angewachsen. Die Reform im Walliser Gesundheitswesen macht sich offenbar doch bezahlt. Auch für das laufende Jahr rechnet Michlig erneut mit einem Anstieg der Spitalkosten von rund zwei Prozent. Das Spitaldefizit sollte 2005 weiter reduziert und im nächsten Jahr gegen Null gedrückt werden können. Nicht zuletzt dank der Synergien und Einsparnissen in der neuen Walliser Spitallandschaft konnteder Anstieg der Gesundheitskosten im Wallis auf 1,4 Prozent gedrückt werden. Umso erstaunlicher, dass die Krankenkassenprämien im Wallis durchschnittlich um 5,6 Prozent ansteigen werden.
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