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Brig-Glis / Das University Center César Ritz plant in Brig-Glis für 10,5 Millionen Franken den Bau eines Wohnheims für 210 Studenten. Damit wird der Studienstandort Brig gesichert und weiter aufgewertet.
Von German Escher
Die Hotelfachschule des University Centers César Ritz in Brig erfreut sich grosser Beliebtheit. Im laufenden Jahr haben sich über alle Trimester zusammengezählt erstmals über 1000 Studenten eingeschrieben.
Neue Wohnlösung gesucht
Ein Grossteil der Studentinnen und Studenten sind bisher im Hotelkomplex von Peter Bodenmann untergebracht. Da Bodenmann den Mietvertrag, der Ende März 2007 ausläuft, nicht mehr verlängern und die insgesamt 63 Doppelzimmer selber nutzen möchte, stand die Hotelfachschule vor dem Problem, innert zwei Jahren eine neue Wohnlösung für rund 200 Studenten finden zu müssen. Laut Verwaltungsratspräsident Martin Kisseleff und Vizepräsident Bernhard Schwestermann standen drei Varianten zur Diskussion. Erstens: Ein Investor baut und vermietet der Schule den notwendigen Wohnraum. Zweitens: Die Schule versucht selber ein Wohnheim zu bauen. Oder drittens: Die Schule verlässt die Simplonstadt. Der Entscheid, selber ein Studentenwohnheim zu bauen, ist laut Schwestermann „ein klares Bekenntnis zum Standort Brig“. Ein Entscheid, der durch das Entgegenkommen der Stadtgemeinde doch wesentlich erleichtert wurde.
Parkplatzabgeltung erlassen
Die Stadtgemeinde hat die Bedeutung der Hotelfachschule bereits früh erkannt. 1992 wurde ein Schulgebäude erstellt, welches zwischenzeitlich aufgestockt wurde. Der entsprechende Mietvertrag läuft noch bis 2014. Bis dahin werden die gesamten Investitionen der Gemeinde durch die Mieterträge gedeckt sein, erklärte Stadtpräsidentin Viola Amherd gegenüber den Medien. Zudem generiert die Stadtgemeinde zusätzliche Steuereinnahmen. So bezahlt die Hotelfachschule allein an Angestellte mit dem Wohnsitz Brig-Glis über 1,2 Millionen an Löhnen.
Jetzt geht der Stadtrat einen Schritt weiter. Um den geplanten Neubau an der Wierystrasse zu ermöglichen, erlässt die Gemeinde der Bauherrschaft Gebühren und Abgeltungen. Zudem erwirbt die Gemeinde eine Nachbarparzelle, welche die benötigte Ausnützungsziffer für das Studentenwohnheim sicherstellt. Im Gegenzug verpflichtet sich die Bauherrschaft, auf dieser Parzelle eine Freizeitanlage zu realisieren und zu unterhalten, welche auch der Öffentlichkeit zur Verfügung steht. Da der Firmensitz gleichzeitig nach Brig verlegt wird, rechnet die Stadtgemeinde mit zusätzlichen Steuereinnahmen, welche diese Investition im Zeitraum von zehn Jahren amortisiert.
10,5 Millionen-Projekt
Insgesamt investiert das University Center 10,5 Millionen Franken. Zum sogenannten Studentencampus ge-hören unter anderem 210 Einzel-zimmer, sechs Gruppenaufenthaltsräume, eine kleine Küche sowie eine Caféteria im Erdgeschoss und ein Carnozet im Untergeschoss. Das entsprechende Baugesuch soll anfangs November eingereicht werden. Mit den Bauarbeiten möchte man im März 2006 beginnen, damit die ersten Studenten im Juli 2007 das neue moderne Wohnheim beziehen können.
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