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Am Arbeitsplatz von Corinne Imhof, Restaurationsfachfrau aus Naters
Spezialisten der Gästebetreuung


 

Naters / Zermatt / Restaurationsfachleute sind die Visitenkarte der Gastronomiebetriebe. Sie beraten die Gäste bei der Getränke- und Speiseauswahl, servieren das Gewünschte und erstellen anschliessend die Rechnung. Die Ausbildung ist in dieser Form neu und wird erst seit diesem Sommer angeboten. Eine der ersten Oberwalliser Lehrlinge ist die Natischerin Corinne Imhof.

Von Markus Pianzola

Die Berufe im Gastgewerbe sind im Wandel: Bisherige Berufsbezeichnungen verschwinden nach und nach und werden durch neue Ausbildungen und Titel ersetzt. So begannen im vergangenen Sommer die ersten Kandidatinnen und Kandidaten ihre Lehre als Restaurationsfachfrau/-mann.

Kühlen Kopf bewahren
In diesem neuen Beruf gehört es zu den Hauptaufgaben, den Gästen ihren Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten. Das beinhaltet die Begrüssung, Betreuung und Beratung ebenso wie die Kenntnis des Speiseangebots, die Empfehlung des passenden Weins und die Zubereitung von einfachen Gerichten. Dabei gilt es auch in hektischen Situationen einen kühlen Kopf zu bewahren. Gute Organisation und makelloser Service tragen das ihrige dazu bei, dass die Gäste zufrieden sind.

Unregelmässige Arbeitszeiten
Nachdem sie ein zehntes Schuljahr absolviert hatte, arbeitete Corinne Imhof während einer Saison im Service auf der Belalp: „Das hat mir auf Anhieb gefallen, so dass ich mich entschied, eine Lehrstelle in diesem Bereich zu suchen.“ Zehn bis fünfzehn Bewerbungen später stellte sich der Erfolg ein, so dass die 18-Jährige in diesem Sommer ihre Lehre in einem Restaurations- und Hotelbetrieb in Zermatt beginnen konnte. Neben der praktischen Ausbildung besucht die Natischerin zwei Mal pro Jahr einen fünfwöchigen Blockkurs im bernischen Sigriswil. Wie in den meisten Berufen des Gastgewerbes sind auch als Res­taurationsfachfrau/-mann unregelmässige Arbeitszeiten eher die Regel als die Ausnahme. So arbeitet Imhof entweder morgens von 8 Uhr bis nachmittags um 16 Uhr oder von 16 Uhr bis Mitternacht. „Am Anfang war es sicher eine Umstellung, aber man gewöhnt sich bald einmal daran“, führt sie aus.

Kontakt mit vielen Menschen
Flexibilität, Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft und Teamfähigkeit – dies sind gemäss der angehenden Berufsfrau die wichtigsten Voraussetzungen für ihren Job. „Das Schönste ist, dass man viel mit Leuten in Kontakt kommt. Ein Nachteil ist sicherlich, dass man manchmal länger als erwartet arbeiten muss.“ Ein wichtiger Aspekt ist die Freundlichkeit gegenüber den Gästen: „Man muss probieren, sich zu beherrschen und anständig zu bleiben, auch wenn die Gäste vielleicht manchmal unfreundlich sind“, weiss sie.

Auch Kaderstellen offen
Nach der dreijährigen Ausbildung, erhalten die Lehrlinge ein eidgenössisches Fähigkeitszeugnis als Res­taurationsfachmann/-frau. Nach einigen Berufsjahren stehen den Berufsleuten auch Kaderstellen offen. Mit entsprechender Berufs­praxis kann die Berufsprüfung als Restaurationsleiter/-in mit eidgenössischem Fachausweis gemacht werden, welche eine der Voraussetzungen für die höhere Fachprüfung als diplomierte/-r Restaurationsleiter/-in ist.

Job-Infos:
Dauer: 3 Jahre
Praktische Ausbildung: In einem Restaurant, einem Hotel oder Personalrestaurant.
Theoretische Ausbildung: Ein Tag pro Woche an der Berufsfachschule; Lernende aus Saisonbetrieben besuchen die interkantonalen Fachkurse (zwei Mal fünf Wochen jährlich).
Fächer: Betriebswirtschaft / Betriebsorganisation, Hygiene / Arbeitssicherheit / Gesundheitsschutz, Logistik, Gästebetreuung / Verhalten, Verkauf / Speisen- und Getränke­ausgabe, Fertigung / Lebensmittel- und Getränkekunde, Werterhaltung, zweite Sprache.
Abschluss: Eidg. Fähigkeitszeugnis als „Restaurationsfachmann/-frau EFZ“.
Berufsverhältnisse: In grösseren Städten sind Lehr­stellen rasch vergeben, in Saisongebieten oder ländlichen Regionen sind in der Regel Lehrstellen vorhanden. Restaurationsfachleute mit Fremdsprachenkenntnissen sind im In- und Ausland sehr gesucht.

www.berufsberatung.ch
www.berufe-gastgewerbe.ch

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