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Franco Del Pedro Pera engagiert sich seit knapp zwanzig Jahren beim EHC Saastal
„Es ist ein Riesenspass“


 

Saas Grund / Im Schatten des Partnerteams Visp kämpft der EHC Saastal in der 1. Liga um Tore und Punkte. Nach einem harzigen Start kommt das Team nun langsam in Fahrt.

Von Markus Pianzola

Der EHC Saastal ohne Franco Del Pedro Pera? Kaum vorstellbar. Bereits seit 1986 ist der gebürtige Italiener beim Erstligisten engagiert. „Ich bin durch meinen Sohn, der selber spielte, zum Eishockey gekommen“, erinnert er sich zurück. Es war die Zeit, als die Saaser eben erst in die dritthöchste Schweizer Spielklasse aufgestiegen waren. Damals herrschten Zweifel, ob der Aufstieg überhaupt angenommen werden sollte. Finanzielle und infrastrukturelle Gründe waren die Gründe. Ein Komitee um den heutigen Präsidenten German Andenmatten und eben Del Pedro Pera übernahm daraufhin die Geschicke des Vereins.

Sehr junge Mannschaft
Mittlerweile sind fast zwanzig Jahre vergangen und die Saaser spielen immer noch in der 1. Liga mit. „Sicher gibt es mit der Zeit gewisse Abnützungserscheinungen. Trotzdem macht die ganze Sache immer noch einen Riesenspass“, versichert der 57-jährige TK-Chef. Mit der laufenden Saison ist Del Pedro Pera im Grossen und Ganzen zufrieden: „Hie und da haben wir unnötig Punkte liegen gelassen. Aber ansonsten läuft es eigentlich sehr gut.“ Der EHC Saastal verfügt in diesem Jahr über eine sehr junge Mannschaft. Einige Routiniers verliessen das Team und wurden durch junge Spieler ersetzt. „Das ist nichts Neues. Aber es ist für unseren Club nun einmal auch schwierig, auswärtige Spieler zu verpflichten.“

Erschwernis durch den Kanton
Ein weiterer Nachteil: Aufgrund der offenen Eisbahn sind Trainings und Spiele meist erst ab Mitte September oder gar Anfang Oktober möglich. Zuvor muss in Visp oder Leukerbad trainiert werden. „Eine Überdachung ist derzeit kein Thema. Dazu fehlt das Geld“, erklärt der gebürtige Italiener. Seit neuestem muss der Club auch die anfallenden Kosten für die Eisreinigung und den Strom vollumfänglich selber berappen. Diese wurden früher durch eine Pauschale von der Gemeinde abgegolten. Durch Auflagen der kantonalen Behörden darf sich diese jedoch nicht mehr an diesen Unkosten beteiligen. „Ich finde diesen Entscheid skandalös. Da sieht man, welcher Wert dem Sport in Randregionen gegeben wird.“

Kooperation mit Visp funktioniert
Aufgrund des schmalen Kaders ist für die Saaser die Zusammenarbeit mit dem Partnerteam Visp umso wichtiger. Regelmässig spielen mindestens zwei bis drei Spieler des NLB-Vereins in der tieferen Liga mit. Da stiess die Entscheidung der Visper Verantwortlichen, vier junge Spieler nach Martinach abzugeben, nicht überall auf Verständnis. Del Pedro Pera relativiert: „Wir sind zwei eigenständige Vereine und jeder kann selber entscheiden, welche Spieler er wohin transferieren will. Vor allem die Zusammenarbeit im Nachwuchsbereich klappt jedoch sehr gut.“

Noch liegt alles drin
Etwas mehr als die Hälfte der Qualifikation ist absolviert. Mit zehn Punkten aus zwölf Spielen liegen die Saaser momentan unter dem Strich. Trotzdem ist Del Pedro Pera optimistisch: „Noch ist alles möglich, die Teams liegen nahe beieinander. Wenn wir kein Ver-letzungspech zu beklagen haben, liegt eine Rangierung unter den ersten Acht durchaus drin.“

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