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Die Finanzierung der Pfarrkirche ist noch nicht gesichert
Mund hofft auf den heiligen Geist


 

Mund / Die baulichen Streitigkeiten rund um die Sanierung der Pfarrkirche Mund sind beigelegt. Bleibt noch das weitaus grössere Problem zu lösen: Wer sorgt für die Finanzierung des Projektes?

Von Markus Pianzola

Mit einer neu erarbeiteten Bauvariante konnte kürzlich der Zwist um Sanierung oder Neubau der asbestverseuchten Munder Pfarrkirche beigelegt werden. Nun soll als Kompromisslösung die alte Dachkonstruktion abgerissen und durch ein Satteldach ersetzt werden. Waren die Kosten für die Sanierung zuvor auf 1,9 Millionen Franken veranschlagt, so wird nun rund eine halbe Million Franken mehr nötig sein, um die Kirche auf Vordermann zu bringen.

Auch Loterie Romande beteiligt sich
Doch wie sieht es mit der Finanzierung aus? Die Loterie Romande hat in der Zwischenzeit den beachtlichen Betrag von 400'000 Franken zugesichert, ebenfalls sollen Zusagen für zwei grosse Einzelspenden in ungenannter Höhe vorliegen. Nebst dem Munder Kirchenrat sammelt auch die Zuger Stiftung „Pro Conservatione Sacri“ bereits seit mehr als einem Jahr. Mit Briefen, Telefonanrufen und persönlichen Kontakten werden dabei vorab in der Deutschschweiz Spender gesucht. „Bis zum heutigen Zeitpunkt konnten wir rund 200'000 Franken nach Mund überweisen“, erklärt Geschäftsführer Alex Waltenspühl nicht ohne Stolz.

Bis 15 Prozent Verwaltungskosten
Der tatsächlich gesammelte Betrag fällt indessen höher aus, gehen doch laut Waltenspühl 10 bis 15 Prozent der Spenden für administrative Ausgaben der Stiftung drauf. „Wir müssen auch für anfallende Kosten wie beispielsweise Portogebühren oder Telefon aufkommen“, begründet der Geschäftsführer. Dieses Vorgehen ist an und für sich durchaus legitim und wird auch bei den meisten anderen gemeinnützigen Institutionen so gehandhabt. Stellt sich nur die Frage, ob die Spender denn auch wissen, wie viel ihres Geldes tatsächlich für die Sanierung der Pfarrkirche Mund eingesetzt wird? In einem der RZ vorliegenden Spenderbrief wird jedenfalls lediglich der „sehr kleine Verwaltungsaufwand“ erwähnt, der „garantiert, dass die Spendengelder zielgerichtet eingesetzt werden.“

Keine Hilfe der Gemeinde
Auch von der Gemeinde Mund erhofft sich der Kirchenrat Finanzierungshilfe. Diesem Ansinnen erteilt Gemeindepräsidentin Josianne Wyssen jedoch eine klare Abfuhr: „Die Gemeinde wird sich nicht an den Kosten für die Kirchensanierung beteiligen. Zum einen ist dies im Budget des laufenden Jahres nicht vorgesehen und andererseits kämpfen wir selber mit beträchtlichen Schulden und müssen diese so schnell wie möglich abbauen.“ Weiter führt sie aus, man stehe zwar hinter dem Projekt, aber die Finanzierung obliege der Kirchgemeinde.

Stellungnahme verweigert
Weder Kirchenrat noch Finanzkommission zeigten sich bereit, zum Thema Stellung zu beziehen. In den kommenden Tagen soll die breite Öffentlichkeit jedoch über das weitere Vorgehen in Sachen Kirchensanierung Mund informiert werden.

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