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Nominierung von Christian Kreuzer für den Kantonalvorstand unzulässig?
Klage gegen Diana Goms


 

Blitzingen / Morgins / Vor dem Hintergrund der Delegiertenversammlung des Kantonalen Jägerverbandes braut sich ein Gewitter zusammen. Der Grund: Die bevorstehende Wahl des Gommer Vertreters Christian Kreuzer in den Kantonalvorstand wird angefochten.

Von Walter Bellwald

Vor der Versammlung vom kommenden Samstag in Morgins gibt sich Claude Cina, Präsident des Kantonalverbandes, zwar betont zurückhaltend. Aber: Die Wahl von Christian Kreuzer in den Kantonalvorstand sorgt für einigen Wirbel. Vor allem der Präsident der Matza-Diana, Helmut Kiechler, reagierte auf die Nominierung von Kreuzer und hat beim Bezirksgericht Goms eine Beschwerde eingereicht.

Christian Kreuzer nominiert
Der Hintergrund der Zwistigkeiten liegt schon einige Jahre zurück. Damals, im Frühjahr 2001, erhitzte die Nichtwahl des damaligen Diana Goms-Präsidenten Leo Gaberly zum Oberwalliser Jagdpräsidenten die Jagdszene. In der Folge spaltete sich die Gommer Jägerschaft ab und kehrte dem Oberwalliser Jägerverband den Rücken. Trotz einiger Annäherungsversuche blieb man auf Distanz. Jetzt, knapp fünf Jahre später, scheint sich eine Konfliktlösung anzubahnen. Im Klartext: An der ordentlichen Generalversammlung der Oberwalliser Jäger wurde neben dem neuen Verbandspräsidenten Florian Eggel und dem bisherigen Markus Truffer auch der Gommer Vertreter Chris­tian Kreuzer für den Kantonalvorstand nominiert. Diese Kandidaten müssen aber noch von der kantonalen Delegiertenversammlung bestätigt werden.

Wiedergutmachungsversuch?
Mit der Nominierung von Christian Kreuzer hat der Oberwalliser Jägerverband eine Art Wiedergutmachungsversuch gegenüber den Gommer Jägern gezeigt. Diese Form der Annäherung stösst aber nicht bei allen Gommer Jägern auf Zustimmung. So ärgerte sich Helmut Kiechler im RZ-Frontalinterview vom 23. März 2006: „Man hat uns einen vergifteten Knochen hingeworfen und wir waren so dumm und haben ihn auch noch genommen.“ Jetzt geht Kiechler noch einen Schritt weiter und wehrt sich gegen das seiner Meinung nach unlautere Vorgehen. Darum hat er beim Bezirksgericht Goms in Brig interveniert.

Klage eingereicht
In seinem Schreiben ans Bezirksgericht führt Kiechler gleich mehrere Gründe an, warum die Wahl von Kreuzer als nichtig anzusehen sei. So heisst es unter anderem: „Herr Kreuzer ist weder Vorstandsmitglied der Diana Goms noch ist er von der Vereinsversammlung als Delegierter für den Oberwalliser Jägerverband gewählt worden. Es muss daher zwingend davon ausgegangen werden, dass Herr Kreuzer vom Vorstand der Diana Goms eigenmächtig zum Delegierten beim Oberwalliser Jägerverband bestimmt worden ist. Dieser Vorstandsbeschluss verletzt in krasser Weise das statutarische Recht der Vereinsversammlung, Delegierte beim Oberwalliser- und Kantonalverband zu wählen. Darüber hinaus wird der Beschluss der ausserordentlichen Generalversammlung aus dem Jahre 2001 verletzt, wonach die Diana Goms aus dem Oberwalliser Jägerverband ausgetreten ist. Der betreffende Vorstandsbeschluss der Diana Goms ist daher nicht nur anfechtbar, sondern nichtig.“

Zurück zur Demokratie
Die Forderung von Helmut Kiechler ist klar: „Zurück zur Demokratie“, so der eigenwillige Jäger unmissverständlich. „Es darf nicht sein, dass sich einige Herren eigenmächtig über die Jägerschaft hinwegsetzen und die Grundrechte mit Füssen treten.“ Eine demokratische Wahl sei deshalb unabdingbar. Derweil versucht Kantonalpräsident Claude Cina den Ball möglichst flach zu halten: „Die Vorstandswahlen werden ordnungsgemäss durchgeführt, das heisst, die vorgeschlagenen Kandidaten der verschiedenen Verbände müssen noch von der Versammlung bestätigt werden. Alles andere kümmert mich nicht.“

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