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Susten / Ein Nachbarschaftsstreit in Susten sorgt für einigen Wirbel. Dabei werden Vorwürfe der nicht artgerechten Tierhaltung laut. Jetzt wollen Gemeinde und Kanton durchgreifen.
Von Walter Bellwald
Der Fall zieht sich hin: Schon seit geraumer Zeit ärgert sich Peter M.* über die Tierhaltung seiner Nachbarin. Sowohl Ponys, Esel, Ziegen, Alpakas und Schafe stünden im Dreck, wirkten verwahrlost und seien eingepfercht, regt sich M. auf. Weil überdies die Umzäunung des Grundstücks mangelhaft sei, würden die Tiere immer wieder ausbrechen und sich an den umliegenden Matten und Bäumen gütlich tun. Ein Dorn im Auge von Peter M.
Kantonstierarzt eingeschaltet
Trotz mehrmaliger Abmahnung habe sich die Besitzerin der Tiere bislang nicht einsichtig gezeigt und alle Drohungen in den Wind geschlagen. Zuviel für Peter M. In einem Schreiben an den Kantonstierarzt prangerte er die Missstände an und forderte die zuständigen Stellen auf, sich der seiner Meinung nach leidigen Sache endlich anzunehmen. In einem Antwortschreiben des Kantonstierarztes wurde Peter M. darauf hingewiesen, dass die betroffene Person eine Übergangsfrist erhalten habe, um die Tierhaltung anzupassen. „Bei gravierenden Vorkommnissen können Sie sich an die Gemeinde wenden.“ Trotz Intervention seinerseits habe sich bis heute aber nichts an den Umständen geändert, erklärt Peter M.
Massnahmen gefordert
Bei der Gemeinde gibt man sich indes sehr schweigsam. „Wir haben sehr wohl Kenntnis von diesem Fall. Aber uns sind die Hände gebunden“, gibt sich der zuständige Gemeinderat Louis Kuonen wortkarg. Kantonstierarzt Jérôme Barras seinerseits, der erst seit kurzer Zeit im Amt ist, verweist auf die angekündigte Übergangsfrist: „Wir haben klare Auflagen gemacht und werden zu gegebener Zeit kontrollieren, ob die Massnahmen umgesetzt wurden und ob sie greifen.“ Bis dahin werde man noch zuwarten. „Wir halten uns zwar an die Richtlinien des Tier- und Umweltschutzes, dürfen aber den menschlichen Aspekt nicht ausser Acht lassen“, so Barras.
Lösung in Sicht?
Demgegenüber gibt sich Norbert Agten, Leiter des Amtes für Betriebsberatung der kantonalen Dienststelle für Landwirtschaft, vorsichtig optimistisch, was eine Einigung im besagten Streitfall angeht: „Wir stehen mit der betroffenen Person in engem Kontakt und haben mit ihr vereinbart, dass die Tiere nach der Sömmerung wegkommen. Damit dürfte sich der Fall wohl von selbst erledigen.“
*Name der Redaktion bekannt
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