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Sitten / Hochspannung in der Challenge League: Eine Runde vor Schluss der Qualifikation liegt der FC Sitten nur einen Punkt vor Lausanne auf dem zweiten Tabellenrang. Eine Momentaufnahme vor dem entscheidenden Gang nach Lugano.
Von Markus Pianzola
Die Challenge League ist derzeit nichts für schwache Nerven. Während der FC Luzern bereits auf souveräne Art und Weise den Aufstieg in die höchste Spielklasse geschafft hat, kämpfen dahinter der FC Sitten und Lausanne verbissen um den zweiten Rang. Dieser berechtigt zur Teilnahme an der Barrage gegen den Zweitletzten der Super League.
Wiler Schützenhilfe
Hochspannung im Stade de Tourbillon am vergangenen Sonntag: Die Gastgeber hatten die erste halbe Stunde gegen Concordia Basel beinahe nach Belieben dominiert und waren hochverdient mit 1:0 in Führung gegangen. Doch statt den Sieg vorzeitig zu sichern, verflachte das Spiel zusehends und die Gäste kamen ihrerseits zu einigen wenigen Chancen. Viel zur Dramatik trug auch die Partie auf der Lausanner Pontaise bei. Noch wenige Minuten vor Schluss sahen die Waadtländer gegen Wil wie die sicheren Sieger aus und führten mit 3:2, ehe Bochud zwei Minuten vor Ablauf der regulären Spielzeit doch noch der Ausgleich gelang. Bis diese Nachricht jedoch im Wallis ankam, dauerte es ganze sieben Minuten. Umso grösser dann der Jubel unter den 9000 Zuschauern. Wenige Minuten des Wartens und Bangens später, war es schliesslich geschafft: Sitten hatte Concordia Basel mit 1:0 niedergerungen und Lausanne gleichzeitig nur ein Unentschieden gegen Wil erreicht.
In der Rolle des Gejagten
Nun also ist wiederum der FC Sitten in der Rolle des Gejagten. Die Walliser gastieren am kommenden Samstag im Cornaredo in Lugano, La Chaux-de-Fonds empfängt Lausanne. Während Lausanne auf die Schützenhilfe aus dem Tessin hoffen muss, kann Sitten mit einem Sieg den Einzug in die Barrage aus eigener Kraft schaffen. Erwartet uns also erneut ein Cupfinal? „Nein, es ist ein Meisterschaftsspiel. Ein Meisterschaftsspiel, das wir unbedingt gewinnen müssen“, erklärte Verteidiger Stéphane Sarni nach dem Concordia-Spiel.
Verheissungsvolle Ausgangslage
Die beiden Konkurrenten um den Einzug in die Barrage weisen in den vergangenen Wochen einen recht ähnlichen Formverlauf auf. Nach dem heroischen Cupsieg am Ostermontag über die Berner Young Boys zeigten sich beim FC Sitten Ermüdungserscheinungen und das darauffolgende Spiel in Wohlen wurde gleich mit 0:3 verloren. Auch beim mageren 1:1-Heimunentschieden gegen La Chaux-de-Fonds wurden unnötig Punkte liegen gelassen. Während dieser kurzzeitigen Schwächephase gelang es dem FC Luzern, sich entscheidend von den Wallisern zu distanzieren. Der vorzeitige Aufstieg in die Super League am vergangenen Wochenende war die logische Konsequenz. Nicht so Lausanne-Sport: Die Waadtländer konnten aus der Niederlage Sittens gegen Wohlen keinen Profit schlagen und verloren in Kriens. Das vorgängig angesprochene Unentschieden gegen Wil machte nun aus einem mageren Ein-Punkte-Vorsprung einen ebensolchen Rückstand. Die Entscheidung zwischen den beiden Westschweizer Teams muss also am Samstag fallen. Dabei scheint der FC Sitten nebst dem Punktevorsprung auch vom Gegner her in der besseren Ausgangslage zu sein. Lugano liegt auf dem bescheidenen 10. Rang, Lausannes Gegner La Chaux-de-Fonds ist immerhin auf dem fünften Platz rangiert. Doch Vorsicht: Der FC Sitten hat sich in der Vergangenheit oft schwer getan im Tessin. Wohl auch deshalb hofft Trainer Christophe Moulin auf zahlreiche Unterstützung: „Ich hoffe, wir können dank unseren Fans ein Heimspiel im Cornaredo bestreiten.“
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