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Umstrittener Hundehalter nistet sich in Finnen oberhalb Eggerberg ein
Gehen Huskys vor die Hunde?


 

Eggerberg / Ein Hundebesitzer hält die Tierschützer zum Narren: Trotz Intervention und Abmahnung des Veterinäramtes schert er sich einen Dreck um Verordnungen und Gesetze.

Von Walter Bellwald

Der belgische Hundebesitzer, der in Embd rund zwei Dutzend Huskys unter misslichen Bedingungen gehalten hatte, ist in der Zwischenzeit mit dem Grossteil seiner Hunde nach Finnen oberhalb Eggerberg umgezogen. Aber auch hier führen die Hunde ein Hundeleben – und das Veterinäramt schaut tatenlos zu.

Prekäre Hundehaltung
Erst vor zwei Monaten berichtete der „Walliser Bote“ über einen Hundehalter, der in Embd zwei Dutzend Huskys unter „erbärmlichen Bedingungen hält“. Dabei war die Rede von desolaten Zuständen, in denen „die Hunde teils eingepfercht in Kaninchenställen und selbst gemachten Käfigen sind“. Erst kurz zuvor hatte das kantonale Veterinäramt reagiert und eine Inspek­tion angeordnet. Daraufhin wurden sechs Hunde zur vorübergehenden Pflege im Tierheim in Eyholz untergebracht. Inzwischen wurden die Tiere auf Anordnung des kantonalen Veterinäramtes dem rechtmässigen Besitzer zurückgegeben – trotz Bedenken von Mat­thias Ruffiner vom Tierheim in Eyholz; „Die Tiere waren bei ihrer Ankunft in einem schlechten Zustand und nicht gepflegt. Sie haben fürchterlich gestunken und hatten Durchfall. Eine solche Hundehaltung ist nicht tragbar. Ich hätte die Hunde nicht an den Halter zurückgegeben“, hält Ruffiner fest. Komme hinzu, dass ein Teil des Geldes für die Hundepflege noch ausstehend sei.

Hundhalteverbot angedroht
Auf Drängen des Kantonstierarztes Jérôme Barras mussten in der Folge zehn Hunde in ein Hundeheim nach Lausanne gegeben werden. Zwölf seiner Tiere durfte der Belgier behalten, um „seine Aktivitäten im Bereich des Hundeschlittensports für touristische Zwecke wieder anzubieten“. Inzwischen hat er sich mit seinen Hunden in Finnen oberhalb Eggerberg niedergelassen. Aber auch hier scheint sich die Hundetragödie zu wiederholen. Sowohl Anstösser als auch der Oberwalliser Tierschutz haben darum beim Veterinäramt interveniert und auf die misslichen Umstände aufmerksam gemacht. „Die Tiere fristen im wörtlichen Sinne ein Hundedasein“, ereifert sich eine Anwohnerin. Der Kantonstierarzt war auf RZ-Anfrage hin nicht erreichbar. Seine Stellvertreterin Claire Zen Ruffinen erklärte, man stehe in Kontakt mit dem Hundehalter und werde eine Nachkontrolle anordnen. Für Regula Alpiger, Präsidentin des Oberwalliser Tierschutzvereins, eine zu lasche Reaktion: „Der Kanton reagiert zu wenig schnell. Meiner Meinung nach könnte man ruhig ein bisschen mutiger sein. Schliesslich geht es um zwölf Hundeleben.“

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