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Naters / Pilot werden – das ist der Traum vieler Jungen. Für Dominik Lambrigger aus Naters ist er Wirklichkeit geworden, Turbulenzen inklusive.
„Über die Alpen zu fliegen ist etwas vom Genialsten, was es gibt“, schwärmt Dominik Lambrigger. Diese Ruhe fernab jeglicher Hektik gebe einem das Gefühl von absoluter Freiheit. Davon wusste der damals 16-Jährige, als er auf eine Anzeige der Schweizer Luftwaffe stiess und sich spontan für die Fliegerische Vorschulung (FVS) anmeldete, noch nichts. „Ich sass zuvor erst ein einziges Mal in einem Flugzeug, als wir in die Ferien flogen“, lacht der 25-Jährige. Er hatte bloss einen Traum: Militärpilot.
Harte Selektionswochen
Genau wie über tausend andere Bewerber. Nach einer Wissensprüfung und stundenlangen psychologischen Tests, von denen Lambrigger fast ein wenig „gschpässig“ heraus kam, blieben 360 Kandidaten übrig, nach zwei FVS-Kursen und ersten Flugstunden noch 40, die in die Selektion für die Piloten-RS aufgenommen wurden. „Es war eine harte Zeit“, erinnert sich Lambrigger. Die jungen Frauen und Männer wurden während Wochen an ihre physischen und psychischen Grenzen gebracht. „Wer ausflippte, war sofort raus.“ Kein Wunder, denn ein Pilot – besonders ein F/A-18-Pilot –darf auch in Extremsituationen nicht die Nerven verlieren. „Beim Fliegen passieren immer zehn Dinge auf einmal, da ist es wichtig, ruhig zu bleiben und Prioritäten zu setzen.“ Am Ende der sechs Wochen schafften es zehn Männer in die Piloten-RS. Dominik Lambrigger war nicht dabei. „Klar war ich enttäuscht, aber zu der Zeit war das Swissair-Grounding und niemand wusste, wie es mit der Fliegerei weitergeht.“ So kam es für ihn auch nicht in Frage, Linienpilot zu werden. Stattdessen studierte er Risk Management an der ETH. Die Begeisterung für die Fliegerei hat ihn aber nicht mehr losgelassen.
22./23. Juli: Oberwalliser Flugtage
Heute ist Lambrigger Mitglied bei der Fluggruppe Oberwallis und fliegt regelmässig – für sich selbst oder als Pilot für Rundflüge. Sein nächstes Ziel: die Akro-Lizenz. „Mit dem Kunstflugzeug kann man Dinge anstellen, die man mit normalen Flugzeugen nicht machen kann“, sagt er mit leuchtenden Augen. Solche Flugmanöver können auch an den Oberwalliser Flugtagen vom kommenden Wochenende bestaunt werden. Vito Wyprächtiger, der Schweizermeister im Kunstflug, gibt am Samstag um 16.50 Uhr und am Sonntag um 16.30 Uhr Kostproben seines Könnens. Der absolute Höhepunkt ist das PC7-Team, die Kunstflugstaffel der Schweizer Luftwaffe am Samstag um 16.10 Uhr. „In Sachen Präzision gehören die Piloten zu den Besten der Welt.“ Neben weiteren Heli-, Fallschirm- oder Modellflugdarbietungen sind in Raron unzählige Eigenbauflugzeuge und Oldtimer zu sehen, darunter die AC-4 Compte, mit 78 Jahren das älteste Kabinenflugzeug der Welt. Und wen es selbst in die Lüfte zieht, kann am Samstag ab 8 Uhr und am Sonntag ab 8.30 Uhr zu einem Rundflug starten. DJ
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