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Der 13-jährige Patrick Perren frönt dem Spiel auf dem Golfplatz
Golf auch bei Jungen immer beliebter


 

Lax / Obergesteln / Golf ist längst nicht nur mehr ein Sport für ältere, gutsituierte Herren. Selbst Jugendliche finden immer mehr Gefallen am Präzisionsspiel mit dem kleinen weissen Ball. Auch das Oberwallis bildet hier keine Ausnahme.

Von Markus Pianzola

„Die Tendenz bei den Golfjunioren ist steigend. Jeder der vier Oberwalliser Clubs zählt momentan zwischen vierzig und hundert Nachwuchstalente“, erklärt Golflehrer Patrick Ruppen. War das Spiel noch vor wenigen Jahren als Altherrensport verschrien, so können sich heute auch vermehrt Jugendliche für Golf begeistern. Wohl mit ein Grund hierfür sind die relativ billigen Konditionen für Anfänger: Gemäss Ruppen zahlen Junioren in den Oberwalliser Clubs zwischen 350 und 650 Franken an Jahresgebühr und Trainingskosten. Und für rund 300 Franken können Neueinsteiger auch preisgünstige Ausrüstungen erwerben. „Ideal ist ein Einstiegsalter zwischen sieben und zehn Jahren“, führt Ruppen weiter aus. „Zu diesem Zeitpunkt lassen sich die notwendigen koordinativen Fähigkeiten am besten entwickeln. Später wird dies zunehmend schwieriger.“ Zwar ist Golf in der Bevölkerung bei weitem nicht so populär wie etwa Fussball oder Eishockey, dennoch weist es einige Vorteile auf. So ist Golf etwa bis ins hohe Alter spielbar, während in vielen anderen Sportarten irgendwann im Alter zwischen 30 und 40 Jahren Schluss ist. „Golf ist zwar ein Einzelsport, es kann aber auch den Charakter eines Jugendlichen fördern, da auf dem Platz ein diszipliniertes Verhalten verlangt wird.“

Durch Vater zum Golf gekommen
Einer, der sich vom Golf-Virus infizieren liess, ist Patrick Perren aus Lax. „Golf ist ein schöner, abwechslungsreicher Sport“, schwärmt der 13-Jährige. Durch seinen Vater erstmals mit dieser Freizeitbeschäftigung in Berührung gekommen, steht der Orientierungsschüler mittlerweile mindestens ein Mal wöchentlich auf dem Platz. „In den Trainings üben wir oft unsere Schläge, zum Beispiel auf der Driving Range.“ Daneben nimmt er durchschnittlich alle zwei Wochen an Turnieren teil.

Viele Regeln kein Problem
Doch beim Golfen geht es nicht nur darum, den Ball mit möglichst wenigen Schlägen ins Loch zu befördern. Auch eine Reihe von Vorschriften muss befolgt werden. Doch für Perren scheint dies kein Problem darzustellen: „Es ist zwar schon so, dass man viele Regeln beachten muss. Aber wenn man sie einmal kennt, stellt das kein Problem mehr dar.“ Viel lieber spricht der Laxer aber über seinen bevorzugten Schlag auf dem Platz: „Am besten gefällt mir der Pitch. Es ist ein hoher Schlag, der rund 50 bis 30 Meter vor dem Loch zur Anwendung kommt.“ Probleme bereitet Perren allerdings noch der Putt, der finale Schlag auf dem Grün: „Hier habe ich manchmal noch Angst, dass ich verschiessen könnte.“

„Es wird einiges gefordert“
Mit einem Handicap von derzeit 22 ist Perren trotzdem bereits auf einem beachtlichen Spielniveau für sein Alter. „Sicher will ich mich immer weiter verbessern. Ich probiere zwar, mir von den Profis einige Tipps abzuschauen, aber ein eigentliches Vorbild habe ich nicht.“ Auch unter seinen Kollegen kommt sein Hobby meist gut an. „Obwohl manche immer noch denken, dass Golf ein Sport für alte Leute ist. Aber dem ist nicht so, es wird einiges gefordert“, hält der 13-Jährige unmissverständlich fest.

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