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Neckische Ortsnamen
Härpfil Eisten


 

Eisten / In Eisten sind die Härpfil zu Hause. Wieso sie auf den Namen hören und wie es so ist, das Härpfil-Dasein, haben sie gleich selbst erklärt.

Bepflanzt ein Eistner seinen Garten, was findet sich darin? Härpfil natürlich. Und wieso? Weil diese an diesem Flecken im Oberwallis besonders gut gedeihen. „Vielleicht wachsen sie so gut, weil sich die Wärme in den vielen Steinplatten im Boden gut speichert“, spekuliert ein Einheimischer und fügt schmunzelnd hinzu: „Bi iisch wagsent halt no Härpfil, witer hinena im Tal nur no Gagla.“ Entsprechend häufig stehen Härpfil auch auf dem Speiseplan der Bewohner. „Es ist ja nicht täglich und sie schmecken auch gut“, meint Sabine Andenmatten.

Mit dem Übernamen verbindet jeder Härpfil seine eigenen Erinnerungen. „Wir wurden als Kinder immer in den Keller geschickt, um Kartoffeln zu holen“, erklärt Liliane Summermatter. „Wir wurden in der Schule immer mit den Worten: ‚D Härpfil chäment‘ begrüsst“, erinnert sich Conny Andenmatten. Auch dem 14-jährigen Martin Furrer sind solche Begrüssungen nicht unbekannt.
Aber stören daran, nein, das tut sich in Eisten niemand. Schliesslich weiss man die Qualitäten seines Dorfes zu schätzen. „Hier lebt es sich günstig“, erklärt Gaston Furrer. Und Conny Andenmatten fügt noch ein Argument hinzu, das den Neid Vieler weckt: „Die Nächte sind auch im Hochsommer angenehm kühl.“ Man sei halt einfach zu Hause hier.RE

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