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Machbarkeitsstudie für eine Bahnverbindung vom Talgrund auf die Belalp beschlossen
Bahnvision soll geprüft werden


 

Naters / Brig-Glis / Die Gemeinden Naters und Brig-Glis wollen es wissen: Im Rahmen der Interkommunalen Zusammenarbeit (IKZ) wurde der Grundsatzbeschluss gefällt, eine Machbarkeitsstudie für eine Bahnverbindung vom Talgrund auf die Belalp in Auftrag zu geben.

Von German Escher

Was viele Bewohner der beiden benachbarten Talgemeinden als gar grosse Vision abtun, steht als Zielsetzung sogar im regionalen Leitbild: die Verbindungsbahn vom Talgrund bis auf die Belalp. „Dieses Dokument haben beide Gemeinden als behördenverbindlich verabschiedet. Deshalb wollen wir jetzt auch abklären, ob eine solche Bahn grundsätzlich überhaupt machbar ist“, bestätigt Manfred Holzer gegenüber der RZ. Für den Natischer Gemeindepräsidenten ist eine solche Machbarkeitsstudie ein folgerichtiger Entscheid zur Umsetzung dieses Leitbilds.

Ratsbeschluss fehlt noch
Vorerst hat das Gremium, welches sich mit der Zusammenarbeit zwischen den Gemeinden befasst, grünes Licht für eine Machbarkeitsstudie gefasst. Dieser Tage sollen die Ziele und die Vorgehensweise näher festgelegt werden, bevor die Gemeinderäte in Naters und Brig-Glis voraussichtlich noch im September ihr Einverständnis zur Ausarbeitung einer solchen Machbarkeitsstudie geben. Bereits in der letzten Legislaturperiode haben sich die Präsidentinnen von Naters und Brig-Glis innerhalb der Region Brig-Aletsch für die Ausarbeitung einer solchen Machbarkeitsstudie eingesetzt – jedoch ohne Erfolg.

Bern-Belalp in anderthalb Stunden
Von privater Seite wurde der Bau einer solchen Verbindungsbahn vom Talgrund in Richtung Belalp bereits verschiedentlich gefordert. Mit Blick auf die Inbetriebnahme des NEAT-Basistunnels eröffnen sich dem Tourismus neue Chancen. Falls es gelänge, eine Bahn von Bahnhofsnähe in Richtung Belalp zu verwirklichen, wäre man vom Hauptbahnhof Bern in knapp anderthalb Stunden auf der Piste. Manfred Holzer, der auch die Interessen der Gemeinde im Verwaltungsrat der Belalpbahnen vertritt, sieht auch die Vorteile einer solchen neuen Zubringeranlage. Nach dem Bau der neuen Sesselbahn müsse man auch an einer guten Auslastung interessiert sein. Für Holzer ist aber ebenso klar, dass eine Verbindung vom Talgrund nach Belalp nicht allein von der Belalpbahn finanziert werden könnte. Nebst technischen Aspekten sind von einer solchen Machbarkeitsstudie auch Daten zur Wirtschaftlichkeit zu erwarten.

Tor ins Aletschgebiet
Die Belalpbahnen und die Gemeinde müssen an einer Zubringerbahn ab Talgrund ein klares Interesse haben. Die angestrebte Frequenzsteigerung auf die Belalp wird zu Kapazitätsengpässen in Blatten führen, wo wohl in die Zufahrtsstrasse, das Parking und eine neue Zubringerbahn nach Belalp investiert werden müsste. Mit einer direkten Anbindung an den Talgrund könnte das Nadelöhr Blatten umgangen werden.
Gemeindepräsident Manfred Holzer denkt aber bereits weiter: Mit einer direkten Bahn vom Talgrund auf die Belalp wird auch die Verbindung nach Riederalp wieder zum Thema. Brig-Naters würde dann zum Eingangstor fürs gesamte Aletschplateau.

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