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Das Terrain auf dem Abschnitt Turtmann – Gampel muss stabilisiert werden
Terrainsenkung verteuert Autobahn


 

Turtmann / Der Autobahnbau der A9 auf dem Streckenabschnitt zwischen Turtmann und Gampel wird massiv teurer als geplant. Der Grund: Wegen instabilen Terrains muss der Baugrund mit Hochdruckzementinjektionen stabilisiert werden. Kosten: bis zu 25 Millionen Franken!

Von Walter Bellwald

„Um keine Stillstände in den Produktionen der angrenzenden Betriebe zu riskieren und kein Sicherheitsrisiko für die naheliegende SBB-Simplonlinie einzugehen, haben wir die Bauarbeiten ab Mai vorübergehend eingestellt“, erklärt der zuständige Abschnittsverantwortliche Elmar Meichtry. Dies, nachdem im Bereich des Autobahnabschnitts westlich der Turtmänna Absenkungen festgestellt wurden. Jetzt will man mit sogenannten Zementriegeln der Sache auf den Baugrund gehen.

Zementriegel
„Die Arbeiten zur Stabilisierung des Terrains auf dem entsprechenden Streckenabschnitt sind seit rund einem Monat im Gang“, erklärt Christian Pfammatter, Sektionschef Nationalstrassen Oberwallis. Bis im Frühjahr 2007 sollen auf einer Länge von 260 Metern mehrere Zement-riegel gelegt werden. Dabei wird ein Zement- und Wassergemisch mit Hochdruck in den Boden gespritzt. Dadurch verfestigt sich die Unterlage. Diese Arbeiten für den Bereich westlich der Turtmänna bis zum Portal West des gedeckten Einschnitts gelten als so genannter Grossversuch. Mit diesem Verfahren könnte später auch das restliche Teilstück bis zum Portal Ost auf einer Länge von insgesamt 1000 Metern verfestigt werden. Die Projektierungsarbeiten dazu laufen. Pfammatter: „Noch lässt sich zwar nicht sagen, ob dieses System auf der ganzen Länge angewandt wird. Aber aufgrund der Bodenverhältnisse in den übrigen Abschnitten ist auch hier mit entsprechenden Massnahmen zu rechnen.“ Gemäss aktuellem Bauprogramm der Arbeitsgemeinschaft sollten die laufenden Arbeiten westlich der Turtmänna bis zum Portal West bis Ende Februar 2007 abgeschlossen sein.

25 Millionen Mehrkosten?
Die Kosten für die Stabilisierung des Terrains allein für diesen Abschnitt werden auf rund 6,7 Millionen Franken geschätzt. Falls mit diesem System auch die übrigen Bereiche verfestigt werden müssen, belaufen sich die daraus resultierenden Mehrkosten nach Christian Pfammatter auf rund 25(!) Millionen Franken. Ursprünglich waren für diesen Abschnitt Gesamtkosten von 125 Millionen budgetiert. Die zusätzlichen Arbeiten beim gedecken Einschnitt Turtmann bringen aber nicht nur einen finanziellen Mehraufwand, sondern auch eine zeitliche Verzögerung. „Es ist klar, dass durch den bedingten Mehraufwand die Fertigstellung des besagten Abschnitts hinausgezögert wird. Vor allem die Umfahrung von Turtmann. Für die Eröffnung der Autobahn im Oberwallis resultieren aus diesen Arbeiten aber keine Verzögerungen. Massgebend sind hier die Realisierung der Tunnels der Südumfahrung von Visp und die zur Verfügung stehenden personellen und finanziellen Mittel.“

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