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Nadine Imboden, Choreografin Fernsehballett Friends
„Beat ist das Beste, was mir passieren konnte“


 

Zürich / Raron / An Silvester heiratet Nadine Imboden (40), Choreografin des Fernsehballetts Friends, ihren langjährigen Freund Beat Zehnder (40). Im RZ-Frontalinterview spricht sie über ihre grosse Liebe und verrät: „Beat machte mir den romantischsten Heiratsantrag, den man sich vorstellen kann.“

Von Walter Bellwald

An Silvester heiraten Sie Ihren langjährigen Freund Beat Zehnder. Schon aufgeregt?
Bis jetzt hatte ich noch gar keine Zeit, darüber nachzudenken. Aber vor zwei Wochen habe ich erstmals mein Hochzeitskleid anprobiert. Da ging der Puls schon ein bisschen schneller.

Hat Sie Ihr künftiger Mann schon im Hochzeitskleid gesehen?
Nein, wir machen das ganz traditionell. Beat sieht mich erst am Hochzeitstag im Brautkleid.

Wie haben Sie sich kennen gelernt?
Bei einem Benissimo-Dreh mit dem Fernsehballett Friends in Fiorano habe ich ihn zum ersten Mal gesehen. Allerdings haben wir nicht miteinander gesprochen und uns auch nicht wirklich füreinander interessiert.

Also nicht Liebe auf den ersten Blick?
Nein, überhaupt nicht. Erst vier Jahre später haben wir uns bei einer Präsentation eines Formel 1-Autos wieder getroffen. Hinter den Kulissen kamen wir dann ins Gespräch und haben unsere Telefonnummern ausgetauscht.

Und dann?
Irgendwann haben wir telefonisch versucht, ein Date zu vereinbaren. Das war allerdings gar nicht so einfach, weil wir beide ständig auf Achse sind. So ging es ungefähr ein halbes Jahr, bis wir uns endlich trafen. Er war in dieser Zeit mit dem Formel 1-Grand-Prix in Monaco unterwegs und ich war für Dreharbeiten in Cannes. Schliesslich bin ich mit dem Zug nach Monaco gefahren, um ihn zu treffen. Aber er war zum vereinbarten Zeitpunkt nicht da und so habe ich mir die Beine in den Leib gestanden. Zwischendurch hat er immer wieder angerufen und mir versichert, er sei unterwegs. Ich dachte mir, das ist eine Verarschung sondergleichen und war entsprechend schlecht gelaunt. Dann endlich, nach einer Stunde, ist er tatsächlich noch aufgetaucht.

Wie haben Sie reagiert?
Wie gesagt, ich war genervt. Mir blieben auch nur mehr zehn Minuten, bevor der letzte Zug von Monaco in Richtung Cannes fuhr. Nachdem er mir glaubhaft versicherte, mich später zurück zu fahren, bin ich dann doch auf ein Bier mitgegangen.

Hat sich Ihre schlechte Laune gelegt?
Ja, es wurde ein ganz lustiger und netter Abend. Anschliessend fuhr er mich wie versprochen zurück nach Cannes. Beim Abschied fragte er, ob ich mit ihm zurück in die Schweiz fahren möchte. Dieses Angebot habe ich natürlich gerne angenommen.

Mit anderen Worten: Es hat gefunkt?
Es war nicht so, dass ich in ihm gleich den Mann meines Lebens gesehen hätte. Aber es war ein schöner Abend und ich fand Beat als Typ sehr interessant. Dass sich daraus eine ernsthafte Beziehung entwickeln könnte, daran habe ich zu diesem Zeitpunkt gar nicht gedacht. Erst später, bei der Rückfahrt in die Schweiz, als wir sechs Stunden lang im Stau stehen mussten, sind wir uns nähergekommen.

Hatten Sie fortan Schmetterlinge im Bauch?
Ja, doch. Ich habe viel an ihn gedacht. Trotzdem musste ich lange warten, bis wir uns endlich wieder trafen. Bedingt durch unsere beruflichen Verpflichtungen haben wir uns erst nach zwei Monaten wieder gesehen. Da war für mich klar: Diesen Mann will ich!

Ihr künftiger Mann ist Teammanager bei BMW Sauber. Wie stehen Sie zum Formel 1-Rennsport?
Bevor ich Beat kennen lernte, hatte ich überhaupt keine Ahnung vom Rennsport. Ich kannte einzig den Namen Michael Schuhmacher – aber das wars auch schon. Das hat sich mittlerweile geändert. Allein durch die Arbeit von Beat bin ich stark am Renngeschehen interessiert.

Begleiten Sie Ihren Mann auch an die Formel 1-Rennen?
Wenn ich Zeit und Lust habe, kann ich mitfliegen. Vor allem wenn der Formel 1-Zirkus ausserhalb Europas gastiert, kann es durchaus mal vorkommen, dass wir ein bis anderthalb Monate getrennt sind. Das ist natürlich sehr lange für eine Beziehung. Darum begleite ich meinen Schatz, wenn es möglich ist, zu den Rennen in Asien, Australien oder Südamerika. Insgesamt sehe ich mir drei bis vier Rennen pro Jahr live an. Aber ich möchte jetzt nicht dauernd von einem Rennort zum anderen jetten.

Zurück zu Ihrem privaten Rennen. Was gefällt Ihnen an Ihrem Lover rein äusserlich?
Hmm – er ist einfach ganz Mann...

Was schätzen Sie an seinem Charakter?
Es wirkt ein bisschen abgedroschen, aber Beat ist der beste Mann, den frau sich wünschen kann. In jeder Beziehung. Wir sind beide voll berufstätig und viel unterwegs. Dennoch unterstützt er mich voll bei meiner Arbeit und hat immer Zeit für mich. Und auch im Haushalt steht er seinen Mann.

Wie hat er um Ihre Hand angehalten?
Wir waren in Malaysia bei einem Formel 1-Rennen und waren jeden Abend unterwegs. Irgendwann wurde es mir zu bunt und so habe ich Beat gebeten, einen Abend nur für uns zu reservieren. Daraufhin hat er mich immer wieder vertröstet. Eines Abends kam er heim und sagte zu mir, er habe eine Limousine bestellt. Im ersten Moment war ich alles andere als begeistert. Schliesslich sagte ich aber zu und so fuhren wir zu einem abgelegenen Restaurant mitten im Dschungel. Hier brannten hunderte von Kerzenlichtern. Es war eine irrsinnig-schöne Stimmung. Bald wurde Champagner serviert und plötzlich merkte ich, wie Beat ganz nervös wurde. Und dann kam die berühmte Frage: „Willst du meine Frau werden?“

Haben Sie sofort Ja gesagt?
Ich hatte einen Schock (lacht). Nein, im Ernst, mir hat es buchstäblich die Sprache verschlagen. Es war so überraschend, dass ich kaum Worte fand. Ich war hin und weg. Es war der romantischste Heiratsantrag, den man sich vorstellen kann.

Haben Sie Ihren Hochzeitstermin noch am gleichen Abend festgelegt?
Nadine: Nein. Beat: Ich han gseit, dass heisst nöt zwangsläufig, dass es das Jahr no passiert (beide lachen).

Schliesslich haben Sie sich auf Silvester geeinigt...
Es gab drei mögliche Hochzeitstermine: Im Sommer – das ging nicht, weil es zu kurzfristig war. Ein zweiter möglicher Termin war im September – da waren fast alle Lokalitäten ausgebucht. Und das dritte Datum war an Silvester. Also einigten wir uns auf diesen Termin. Die standesamtliche Trauung werden wir übrigens in der Altjahrswoche im Wallis vollziehen.

Sie haben sich für eine buddhistische Trauungszeremonie entschieden. Wie das?
Der Buddhismus verbindet uns, d.h. wir haben beide unabhängig voneinander eine starke Bindung zu dieser Lehre. Da war für uns naheliegend, dass uns ein Mönch trauen soll. Das erste Geschenk, das ich von Beat erhalten habe, war übrigens auch eine kleine Budd­ha-Statue. Diesen Buddha trage ich immer auf mir und er vermittelt mir immer das Gefühl, dass mein Schatz bei mir ist.

Wo heiraten Sie?
Wir heiraten im Giardino Verde in Zürich, das ist so eine Art Gewächshaus, in dem viele Blumen und exotische Pflanzen blühen. Es hat viele verschiedene Orchideen und anderes Grünzeug und es herrscht eine Art subtropisches Klima. Das Gewächshaus ist in verschiedene Lokalitäten unterteilt. Hier werden wir sowohl die kirchliche und weltliche Feier abhalten.

Wann fängt das Zeremoniell an?
Die Hochzeitsgesellschaft trifft sich um 17.30 Uhr. Entgegen den üblichen Riten werden wir vor der offiziellen Hochzeitszeremonie unseren Gästen einen kleinen Apéro servieren. Im Anschluss folgt dann die Trauung und die Hochzeitsfeier.

Werden Sie im klassischen weissen Kleid heiraten?
Ich weiss gar nicht, ob ich das jetzt schon im Vorfeld verraten kann? Ja, ich werde in einem Kleid heiraten, aber nicht in Weiss. Ich habe mich für ein Kleid entschieden, das die Verbindung zwischen unserer Tradition und der asiatischen Kultur zum Ausdruck bringen soll. Eine gute Freundin von mir, Bettina Steiner, ist mir diesbezüglich zur Hand gegangen und hat mir das Kleid genäht. Sie ist ein Genie.

Wie halten Sies mit dem Blumenschmuck?
Ich habe einen wunderschönen Brautstrauss. Es ist etwas Verrücktes, nicht Alltägliches. Eine ganz spezielle, seltene Orchideenart. Die Blumenfrauen waren ganz aufgeregt, als ich mich dafür entschieden habe.

Wie viele geladene Gäste erwarten Sie?
Auf unserer Gästeliste sind zwischen 130 und 150 Personen. Wir haben uns auf einen kleinen Rahmen beschränkt, damit wir auch Zeit für unsere Gäste haben. Das war ganz, ganz schwierig, eine entsprechende Auswahl zu treffen.

Was für ein Unterhaltungsprogramm dürfen Ihre Gäste erwarten?
Wir haben keine Tischordnung im üblichen Sinne, d.h. jeder Gast darf sich dort platzieren, wo er gerne möchte. Das Lokal ist im Launch-Stil eingerichtet, d.h. mit Sofas und Kissen. Und für das Catering ist ein guter Freund von Beat zuständig.

Gibts ein Mitternachts-Silvester-Hochzeitsfeuerwerk?
Wir lassen uns überraschen.

Und der Hochzeitstanz – was für ein Stück haben Sie sich ausgesucht?
Da darf ich leider überhaupt nichts dazu sagen. Das wird eine ganz grosse Überraschung...

Für Ihren Mann?
Nein (lacht). Für die Gäste.

Kann Ihr Mann eigentlich tanzen?
Der macht das super. Ich würde ihn nicht in meinem Ballett engagieren, aber er kriegt das schon hin.

Gehts nach der Hochzeit in die Flitterwochen?
Eigentlich sollte Beat am 2. Ja­nuar nach Las Vegas fliegen, um dort einen PR-Termin mit dem BMW Sauber-Team wahrzunehmen. Also haben wir abgemacht, dass ich mitfliege. Inzwischen wurde der Termin verschoben. Darüber bin ich nicht ganz unglücklich, weil ich schon am 7. Januar wieder mit meinem Team im Fernsehstudio bin. Es wird also nichts aus den Flitterwochen.

Was nehmen Sie beruflich nächstes Jahr in Angriff?
Neben der choreografischen Leitung des Fernsehballetts Friends arbeite ich inzwischen auch redaktionell bei Benissimo mit. Ich habe das Gefühl, ich bin andauernd im Fernsehstudio und finde fast keine Zeit mehr für andere Projekte. Es ist mir aber sehr wichtig, dass ich neben dem Fernsehen mit meinem Geschäftspartner zusammen die Tanzfabrik habe. Wir konzentrieren uns vor allem aufs Gala-Business und momentan läuft es ganz gut, auch im Ausland. Darauf möchte ich mich weiter konzentrieren und das macht mir auch sehr viel Spass.

Was für Wünsche haben Sie fürs 2007?
So viel Zeit wie möglich mit meinem Mann zu verbringen.

Ihre Meinung interessiert uns!


 

 

      
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