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Fieschertal / Das „Chäse“ um die alte Sennerei in Fieschertal geht weiter: Jetzt wurde eine Petition eingereicht, die den sofortigen Abriss der Sennerei verlangt.
Von Walter Bellwald
In Fieschertal liegen die Nerven blank. Der Grund: Der geplante Abriss der Sennerei bewegt die Gemüter. Während auf der Gemeindekanzlei über vierzig Einsprachen gegen das Vorhaben eingingen, wurde in der vergangenen Woche eine Petition eingereicht, in der sich hundert Personen für den sofortigen Abriss der Sennerei starkmachen.
Einsprachen gegen Abbruch
Die Sennerei in Fieschertal wird zum Politikum. Vor drei Jahren kaufte die Gemeinde das Gebäude für 40 000 Franken von der Sennereigenossenschaft mit dem Plan, die Sennerei in ein multifunktionales Gebäude mit Postauto-Warteraum, einer Garage für das Feuerwehrfahrzeug, zwei WC's, eines davon behindertengerecht, und einem Einstellraum für Gemeindefahrzeuge und Material umzubauen. Kostenpunkt: Rund 225 000 Franken. An der Urversammlung 2005 wurde das Vorprojekt den Anwesenden zur Abstimmung unterbreitet. Mit 40:36 Stimmen entschied sich die Versammlung gegen das geplante Umbauprojekt. „Zugleich wurde der Gemeinderat beauftragt, die Aufgabe neu anzugehen“, hält Gemeindepräsident Otto Zeiter fest. Nach eingehenden Diskussionen entschied sich der Gemeinderat schliesslich für den Abbruch der alten Sennerei. Jetzt kam Bewegung in die Angelegenheit: Auf das Baugesuch des Gemeinderates für den Abbruch der Sennerei gingen über vierzig Einsprachen ein. Die Einsprachen werden damit begründet, dass beim Erwerb der Sennerei das mündliche Versprechen abgegeben wurde, das Gebäude zu erhalten und weiter zu nutzen.
„Sennerei muss weg“
Obwohl die Einsprachen umgehend an den Kanton weitergeleitet wurden, steht eine Antwort noch aus. Jetzt wurde eine Petition mit 100(!) Unterschriften eingereicht, die für den Abriss der alten Sennerei plädiert. Der Grund: Der Standort der Sennerei sei verkehrstechnisch ungünstig. „Dadurch ist die Verkehrssicherheit rund um den Dorfplatz aus unserer Sicht nicht mehr gegeben“, erklärt Armin Bortis, der zusammen mit Kurt Volken und Thomas Holzer die Petition „Für eine sichere Dorfplatzgestaltung“ lanciert hat. In ihrer Begründung führen die Petitionäre weiter an, dass die Posthaltestelle vor der Sennerei zu nahe an der Strasse liege. „Wenn ein Car auf dem Parkplatz vor der Sennerei steht, ist die Übersicht dermassen eingeschränkt, dass es für alle Beteiligten sehr gefährlich wird. Besonders für Schulkinder, welche nach der Schule auf dem Heimweg sind, ist die Gefahr enorm“, betont Bortis. Für Gemeindepräsident Zeiter ist
diese Begründung weit hergeholt: „Die Bushaltestelle befindet sich seit rund dreissig Jahren an diesem Ort. Sollte der Standort aber dermassen gefährlich sein, kann die Haltestelle unverzüglich auf den grossen Platz beim Mehrzweckgebäude verschoben werden. „Überdies“, so Zeiter, „sollte auch ein generelles Parkverbot auf der rechten Strassenseite vor dem Hotel Alpenblick verfügt werden. Dies im Sinne der Petitionäre für eine erhöhte Sicherheit auf dem Dorfplatz.“
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