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„Aktenzeichen XY“-Erfinder Eduard Zimmermann vor dem Jubiläum der 400. Sendung
„Es ist eine grosse Genugtuung“


 

Leukerbad / München / Am 10. Mai 2007 wird die 400. Folge von Aktenzeichen XY ausgestrahlt. Wir besuchten Eduard Zimmermann (78), den Erfinder der Sendung, in seinem Heim in Leukerbad.

Von Walter Bellwald

Am 20. Oktober 1967 flimmerte zum ersten Mal die Sendung Aktenzeichen XY ungelöst über den Bildschirm. Inzwischen geht die beliebte Fahndungssendung schon ins 41. Jahr.

30 Jahre vor der Kamera
Urheber des Formats und erster Moderator war Eduard Zimmermann. „Mit ,Vorsicht Falle!‘ hatte ich schon vor XY eine Sendung in enger Zusammenarbeit mit der Polizei produziert. Diese hatte aber vor allem präventiven Charakter. Darum wollte ich XY nicht nur für die Vorbeugung, sondern auch für die repressive Verbrechensbekämpfung und Fahndung nutzen.“ 30 Jahre lang und 300 Sendungen war „XY“-Erfinder Eduard Zimmermann das Gesicht dieses ersten Reality-TV-Formats. Heute zieht Ganoven-Ede die Fäden der Sendung im Hintergrund. „Die Arbeit läuft mir nach“, lacht der rüstige Rentner.

Grosse Genugtuung
Wurde Zimmermann auch mal tätlich angegriffen oder bedroht? „Es gab ein, zwei terroristische Drohungen gegen mich und meine Sendung. Aber Gott sei Dank sind bei uns die Verhältnisse noch einigermassen normal und man muss nicht gleich um sein Leben fürchten.“ Auf das bevorstehende Jubiläum seiner Sendung angesprochen, gibt sich Zimmermann stolz. „Natürlich ist es eine grosse Genugtuung, dass die Sendung auch heute noch ein Publikumsrenner ist. Das zeigt auch die Notwendigkeit, dass ein öffentlich-rechtlicher Sender sich in dieser Problematik engagiert.“ Seit acht Jahren lebt der Fahnder, der in seinem Buch „Aktenzeichen Eduard Zimmermann“ seine kriminellen Jugendsünden beichtet, in Leukerbad. Wie ist er eigentlich ins Wallis gekommen? „Ich habe schon seit vielen Jahren eine gute Beziehung zum Wallis und habe hier immer meine Ferien verbracht. Dass ich in Leukerbad gelandet bin, war mehr oder weniger zufällig“, stellt er fest und fügt an: „Mittlerweile fühle ich mich auch als halber Walliser.“

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