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Törbel / Sind die Teerbjer heissblütig wie Stiere? Oder stur wie Stiere? Oder stolz wie Stiere? Oder was ist der Grund, weshalb die Dorfbewohner Stieggini, also Stiere genannt werden?
„Als ich eine ‚jungi Meitja‘ war, hat mich meine Mutter nach dem Ausgang nie gefragt ‚wars gut?‘, sondern immer ‚haben sie gestritten‘?“, erinnert sich die heute 65-jährige Olga Kalbermatten-Wyss schmunzelnd. Das würde also auf die Erklärung „heissblütig wie ein Stier“ deuten. Ja, man halte den Teerbjern hie und da vor, dass sie bekannt fürs „Schlegru“ seien, dabei sei das „heute sicher nicht mehr so“, versichert Kalbermatten. „Die Teerbjer haben das Herz am rechten Fleck.“ Dem kann Rudolf Karlen (67) nur beipflichten. „Unser Dorfübername Stieggini mag hart klingen. Aber wenn schon Stiere, dann sind wir ganz liebe Stiere.“ Und stolze dazu. Alle schwärmen sie von ihrem Dorf. „Die Sonne, die Aussicht, die vielen Blumen im Sommer, das gefällt mir an Törbel“, schwärmt etwa Lucia Juon, die sich gerade zu einem Spaziergang auf einem der unzähligen Wanderwege in der Region aufgemacht hat. Auch auf ihre Moosalpe oberhalb Törbel sind die Dorfbewohner stolz wie Stiere.
Eine weitere Theorie zum Übernamen Stieggini hat Silvan Juon. „Es könnte etwas mit unserem grob klingenden Dialekt zu tun haben“, vermutet er. Der Teerbjer Dialekt sei so auffällig, dass „man uns sofort überall erkennt, wie die Saaser und Lötschentaler“, so der 45-Jährige. DJ
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