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Burgerschaft gibt Bauland im Baurecht ab
Erfolgreiche Visper Wohnbauförderung


 

Visp / Die Wohnbaupolitik der Burgerschaft Visp ist ein voller Erfolg. Das Bauland, das im Baurecht abgegeben wird, ist gefragt. Die ersten Häuser stehen.

Von German Escher

Zu Beginn des letzten Jahres lancierte die Burgergemeinde Visp ihre Politik zur gezielten Wohnbauförderung. Mit der Abgabe von Bauland zu günstigen Baurechtskonditionen im Gebiet „Lengacher“ in Eyholz und in Visp West will die Burgerschaft Familien helfen, den Traum der eigenen vier Wände zu verwirklichen. Die Bedingungen sind interessant. Für Einfamilienhäuser beispielsweise beträgt der jährliche Baurechtszins 8,10 Franken pro Quadratmeter Bauland. Ein Bauvertrag dauert 80 Jahre.

Die ersten Häuser stehen
Die Bilanz nach einem Jahr ist durchwegs positiv: „Sobald das erste Einfamilienhaus bezogen war, ist das Interesse sprunghaft angestiegen“, erklärt Burgermeister Stefan Gsponer der RZ auf Anfrage. Konkret: Im Quartier Lengacher steht das erste Einfamilienhaus. Zwei Investoren prüfen zudem den Bau von Mehrfamilienhäusern. Beim Wohnungsverkauf im Stockwerkseigentum muss der neue Eigentümer den Baurechtszins direkt an die Burgerschaft bezahlten. Damit verhindert die Burgergemeinde eine allfällige
Bodenspekulation.
Auch in Visp West sind die Baumaschinen aufgefahren. Die Basiserschliessung ist realisiert, das erste Einfamilienhaus bereits bezogen und das zweite Einfamilienhaus im Bau. Für weitere drei Einfamilienhäuser ist der Boden reserviert. Gemäss Konzept sind auf dem Burgerboden in Visp West noch Reiheneinfamilienhäuser und eine Überbauung mit Mehrfamilienhäusern vorgesehen. Für beide Vorhaben haben Investoren bereits die entsprechenden Baurechtsparzellen reserviert. „In Visp West sind fast alle Parzellen so gut wie weg“, freut sich Burgermeister Gsponer.

Schiffsbauer in Visp angesiedelt
Die Wohnbauförderung passt zur aktiven Bodenpolitik, welche die Burgergemeinde Visp seit Jahren in der Gewerbezone betreibt. Davon profitieren heute Mittel- und Kleinbetriebe in Visp. So ist es in den letzten Jahren gelungen, verschiedene Firmen anzusiedeln. Neuestes Beispiel ist der holländische Schiffsbauer Dirk Jan de Graaf, der seit Jahren in Saas- Fee wohnt und nun in der Gewerbezone Visp West seinen Produktionsstandort aufbauen will.

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